Caffe Florian

Toast essen im Florian

Wir gehen immer ins Florian. Also auch diesmal. Hier ein paar gute Gründe, das Geld aus dem Fenster zu werfen. 1. Der Markusplatz fühlt sich von einem Tischlein nah der Musikkapelle gesehen einfach großartig an. 2. Die Musik! 3. Das angenehme „Wir sind reich“ Gefühl, was sich ganz schnell einstellt, wenn der Mob im Halbrund lungert, um die Gäste anzuglotzen und sich dabei das Geld für Kapelle und Cappuchino zu sparen. 4. Das Licht am Abend. 5. Die Nacht, wenn die Piazza warm und windstill ist, wie ein ganz, ganz großes Wohnzimmer unter freiem Himmel.

Das Caffe Florian ist teuer. Wer hier ißt, ist selber schuld, weil die internationale (und deshalb auch bebilderte) Karte ausschließlich Italo-Fließbandkost enthält. Wir machen das so: Flasche Haus-Luganer ordern (glasweise trinken ist Unsinn) und für den kleinen Appetit Toast bestellen. Das einfache Toast, nicht die aufgemotzten Schnittchen, die schmecken fade.

Das Florian ist ein Ort, dem ich viel verzeihen kann, seitdem ich einen jungen Vater im Waschraum für Damen angetroffen habe, der dort (im Handwaschbecken) sein mit Taubendreck beschmiertes Gör badete. Kein Gast, sondern ein „cleverer“ Tourist. Schon dafür dürfen sie gerne ein paar Dollar mehr nehmen…

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