Fleisch

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In der Provence gibt's gutes Fleisch

Ich lese niemals, niemals, niemals Werbebeilagen in Zeitschriften. Die typische Handbewegung: Heft umdrehen, Beilagen herausschütteln und ab ins Altpapier. Heute anders. Habe die neue Männerzeitschrift Beef gekauft, ist nämlich auch was für Frauen. Jedenfalls für mich, zumal schicke Goldprägung, was für ein Luxus, davon gibt es viel zu wenig im deutschen Zeitschriften-Einerlei. Wollte wie gehabt die Beilagen loswerden, doch was sticht mir (obwohl eigentlich gerade satt von Pasta beim Italiener am Eck) direktemang ins Auge? Otto Gourmet Fleisch und Torquato Schnickschnack für die Küche. Wer sagt, dass Werbung nicht mehr funktioniert? Am richtigen Platz, sprich bei der richtigen Zielgruppe, geht das. Die Otto-Leute haben schicke Fleisch-Fotos von Würsten bis Bison-Steak plus allerlei Sößchen und Gewürze. Den Prospekt kann ich nach Durchsicht nicht einfach wegwerfen, da ich – sobald Großkunden meine Tür eintreten – dieses Fleisch essen will, und zwar jede angebotene Sorte. Auch der Schnickschnack-Katalog lockt mich: z.B. mit „Wasabi-Ginger-Sauce“ und „Les Gavottes Crêpes Dentelle„.

Apropos Fleisch: heute morgen in der Radiowerbung: Schweineschulter im Angebot zu 1,29 Euro das Kilo. Bitte? Das kann kein gutes Fleisch sein. Wer das nicht begreift, dem ist nicht zu helfen.  Auch wenn das Budget nicht für Ottos Luxusklasse Wagyo Probierpaket zu 199,00 Euro reicht: Leute, lieber einmal die Woche was Gscheits, als diesen Billo-Mist fressen!

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