Schwarze Johannisbeer-Konfitüre

Schwarze Johannisbeer-Konfitüre mit Limoncello

Schwarze Johannisbeeren

Schwarze Johannisbeeren sind anscheinend etwas aus der Mode gekommen. Mein Plan, eine Konfitüre aus den herben Früchtchen zuzubereiten, scheiterte zunächst, da der Stand des Vertrauens am V-Markt keine schwarzen Johannisbeeren führte. Die lieben Menschen haben sie jedoch für mich besorgt, so dass ich heute in medias res gehen konnte. Beinahe hätte es dann doch nicht geklappt, denn ein Schälchen von meiner Bestellung hat die Aushilfe bereits verkauft gehabt, aber es fanden sich dann doch noch die gewünschten 1,5 Kilo zusammen.

Gewaschen und gestrippt

Rezept: Man nehme Früchte und Gelierzucker im Verhältnis 2:1, in meinem Fall (genauestens abgewogenenen) 1.540 Gramm entstrippte schwarze Johannisbeeren und 770 Gramm Extra-Gelierzucker (mit diesem wird das Ganze nicht so süß, gucken Sie auf die Packung, da steht 2:1 drauf!), werfe beides in einen blitzsauberen, großen Stahlkochtopf und gebe 1 reichlich gefülltes Schnapsglas Limoncello hinzu.

Limoncello

Equipment-Mis-en-Place! Bevor Sie mit der Kocherei beginnen, stellen Sie ebenfalls shipshape gereinigte Einmachgläser bereit, die Sie noch einmal ganz heiß ausgespült haben. Ich nehme Gläser mit Schraubverschluß ais dem Fundus gesammelter Marmeladen- und Honiggläser, die sich prima mehrfach verwenden lassen. Stellen Sie die ausgespülten Gläser auf den Kopf auf ein sauberes Geschirrhandtuch.

Schaumkelle

Jetzt legen Sie sich eine kleine Einfüllkelle, eine Schaumkelle, einen Rühr- und einen Eßlöffel bereit. Außerdem stellen Sie sich ein Tellerchen für die Schnittprobe hin und am besten auch gleich eine Schüssel für etwaigen Schaum.

Sprudelnd aufkochen

So, und nun bringen wir die Früchte-Zucker-Masse auf höchster Temperatur zum Kochen. Wenn das Ganze schön blubbert (Achtung: das spritzt!), die Johannisbeersuppe drei Minuten kochen lassen, dabei immer hübsch umrühren. Wenn Sie sich unsicher sind, ob die Konfitüre fertig ist, schnell ein, zwei Löffelchen der Masse auf den bereitgestellten Teller als Schnittprobe geben und gucken, ob das Zeug geliert, also fest wird. Das gelingt in 99,9 von 100 Fällen, insofern no sweat.

Schnittprobe

Ziehen Sie den Topf nach besagten drei (oder vier) Minuten von der heißen Platte und befüllen Sie nun die Gläser. Jetzt wird’s tricky, denn erstens kleckert das (besonders, wenn Sie keine kleine Kelle zum Einfüllen zur Hand haben) und zweiten sind die Gläser natürlich heiß.

Deshalb schnell arbeiten, die Konfitüre soll ja aus dem Topp kommen, bevor sie dort ansetzt.

Abfüllen, aber flott!
Sauber = haltbar!

Ganz wichtig bei aller Eile: Wischen Sie die Gläser sorgfältig ab, bevor Sie sie zuschrauben und 5 Minuten lang auf den Kopf stellen. Ein (frischer!!) Schwamm und Küchenpapier tun Wunder. Sie wollen ja schließlich, dass die feine Leckerei haltbar ist, oder?

Im Großen und Ganzen also alles keine Zauberei. Die hier angegebenen Mengen haben für knapp sechs Gläser gereicht. Natürlich ordentlich beschriftet, da garantiert wieder das eine oder andere verschenkt wird.

Konfitüre beschriftet

Morgen zum Frühstück machen wir das Erste auf!

2 Kommentare auch kommentieren

  1. Kornelia sagt:

    Schön beschrieben. Danke !

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