Koch- & Food-Blog, abschweifendes

sacre e profane


Guilty Pleasures

Die Woche war knackig. Einer der (wenigen) Vorteile der Älterwerdens liegt jedoch darin, dass man mittlerweile allerhand Erfahrung hat und deshalb schneller in die Pötte kommt, als das unbedarfte Jungvolk. Das zeigt auch der gerade angelaufende Streifen „The Expendables„, den der Beste Aller Gatten und ich uns gestern als Belohnungsbonbon am späteren Abend gegönnt haben. Nun ist das Publikum derartiger Kawumm-Filme gewöhnungsbedürftig (die klatschen bei jedem bisschen Splatter wie ein Haufen Touristen im Billigflieger bei der Landung auf Mallorca), aber der Film an sich macht gute Laune. Eine Truppe angegrauter Söldner (u.a. Sly Stallone, Jet Li, Dolph Lundgren, aber auch der großartige Transporter Jason Statham) mischen einen südamerikanischen General und einen Ex-CIA–jetzt-Drogenboss auf, dass die Knochen krachen. Die Jungs – alle nicht mehr im frischesten Frühling – zeigen, dass das Alter nicht vor Torheit schützt, aber „Schlag-drauf-und-Schluß“ weit jenseits der 20 irgendwie intensiver ist und die Erfahrung zählt!

Nix mit Virtual Reality/3D/Computer-Gedönse. Pur auf die Glocke, peng, blast, bumm. Heitere Gastauftritte von Governor Schwarzi und Bruce Willis und ein über-cool ausschauender Mickey Rourke, der als Tätowierer der wilden Meute nicht mehr selbst ins Feld zieht, runden das Action-Altersheim ab, das nassforsche Youngster mehr oder minder lässig eintütet, auch wenn’s sichtlich weh tut, und das auch härtere Kaliber kleinkriegt. Der Film längt hier und da ein wenig und das Drehbuch hat ein paar große (Einschuß?) Löcher, aber wir hatten unsere helle Freude, besonders an all dem hübschen Feuerwerk. Leute, dagegen ist Inception müde. Kurz und gut: „The Expendables ist ein feines Guilty Pleasure, das den Kopf frei fegt, was bei mir dringend nötig war. Und das Mädel wird auch gerettet! Persönlicher Liebling neben Sly: Heavy Weapons Spezialist Hale Caesar (Terry Crews)!

Beyond the Sea...

Sonntags geht’s in den Urlaub, ans Meer, essen, trinken und ausruhen. Danach gibt’s neue Rezepte.



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