Lieferterror

Seitdem die Post die Postzustellung an eine gefühlte Trillion weiterer Zustellerfirmen abgeben musste, herrscht Klingelterror an unserer Haustür. Ob rote, grüne, gelbe oder rosa Postboten, Paketlieferanten, Werbeeinwurf-Pest, Zeitungsboten oder städtische Benachrichtigungen – alle läuten bei uns, um a.) mal schnell an die Briefkästen zu gelangen oder b.) eine Sendung abzugeben, was  allerdings nicht unbedingt zu korrekter Zustellung führt. Werbung werfen die Klinkenputzer der Werbetreibenden grundsätzlich in alle Briefkästen, obwohl diese in unserem Hause sämtlich mit „Keine Werbung“ gekennzeichnet sind. Ich befragte neulich eine Einwurftante, ob sie nicht lesen könne, dass bei uns Werbung unerwünscht sei. Antwort: „Mein Boss sagt, ich muss das tun.“ Well, what can I say zu soviel Arbeitseinsatz oder ist das wieder typisch deutsch, nicht selber denken zu wollen? Ich werde nächstes Mal den Boss verhauen. Pakete werden – ganz neu – zunehmend einfach in den Hausflur geschmissen. Da keiner weiß, von wem was kommt, bestehen geringe Chancen, den Boten am Schlawittchen zu packen. Lesen können die wenigsten, oder warum klingeln alle bei allen, um Herrn Meyer ein Päckchen zu bringen?

Dauerbaustelle Liefer-Service

Da ich auf ein Päcklein vom meinem liebsten Teehändler warte, muss ich wohl oder übel auf das Geklingel reagieren, was ich als zunehmend unverschämt empfinde. Der liebste Teehändler sitzt übrigens im holsteinischen Oldenburg, heißt Frank Franken und war schon vor der Amazon-Gründung online, ein echter Internetpionier. Ich empfehle den Ostfriesischen Sonntagstee, ohne den ich morgens nicht in die Gänge komme. Außerdem haben sie einen geschmackigen Früchtetee ohne künstliche Aromen, diverse Gewürze und Leckereien und gerade ihre Website gerelauncht.

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