Matjes und so

Fisch ist gesund!

Was ich noch unbedingt erwähnen wollte, war ein Matjes, den ich kürzlich beim freundlichen Herrn Nagu (ja, das ist der Abruzzen-Man, der in unserem Hause eine Dependence unterhält) probieren durfte. Nu isses so, dass ich Matjes sehr gerne mag, aber für gewöhnlich in sahne-majonnaise-ähnlichen Saucen. Der Herr Nagu hatte das allerdings anders gedacht. Er wässerte die Fischfilets, packte sie auf den Teller und bestreute die Teile mit fein gehackter Zwiebel sowie frisch rausgebratenen Speckwürfeln. Ich esse keinen Speck. Nie. Aber diese saftige Angelegenheit, die der liebe Nachbar mir quasi gewaltsam in den Mund stopfte, ist himmlisch. Deshalb esse ich jetzt doch Speck.

Und da er gerade dabei war, bekam ich auch noch zu probieren, was man alles mit der Tunfischsauce vom Vitello Tonnato machen kann, wenn gerade kein Vitello zur Hand ist. Nagu hatte Besuch von Alessandro aus Turin, der hatte selbige Tunke selbstgemacht von Mama mitgebracht, die ihre Majonnaisen natürlich von Hand anrührt. Der Nagu löffelte uns das Sößlein auf Ochsenherztomaten und warme Pellkartoffeln. Ich sag es Ihnen mal so: Man braucht kein Fleisch zum Glücklichsein. Die Pellkartoffel-Kombi sollten Sie ausprobieren.

Der Nagu ist zurück im schönen Santo Stefano, wo er nach kulinarischen Trüffeln fahndet und gemeinsam mit Weinmachern und Schwarze-Schweinezüchtern die Zivilisation hochhält. Es wird erwartet, dass er beim nächsten Touch base in München neue Spezereien vorstellt.

Nagu in Stefano

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