Koch- & Food-Blog, abschweifendes

sacre e profane


Steak

Fleisch gibt’s bei uns relativ selten, dann aber richtig. Jetzt haben wir zugeschlagen und 1,5 Kilo Filetsteak am Stück erworben, damit der Beste aller Gatten mal was zwischen die Zähne bekommt. Das gute Rindfleisch aus dem Argentinischen hat uns ein Freund besorgt. Da selbst der Ehemann derartige Mengen nicht auf einen Sitz verspeist, haben das Filet in Portionen aufgeteilt und eingefroren. Natürlich kam eine Portion gleich gestern Abend auf den Tisch. Lange Jahre haben wir fast jedes Fleisch vermurkst, weil wir es nicht zubereiten konnten. Wenn Sie schonmal aus einem zarten Filet einen zähen Batzen gebraten haben, wissen Sie wovon ich spreche.

Heute machen wir das so: Legen wir unser Filet ein paar Stündlein in Olivenöl, Rosmarin, Oregano und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer ein. Mit Folie abdecken und in den Kühlschrank stellen. Bevor es in die Pfanne soll, mindestens eine halbe Stunde davor aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur hat. Stellen Sie Ihre eingeölte oder mit Butterschmalz gefettete Bratpfanne auf höchste Temperatur, machen Sie den Wasserspritzertest, um zu gucken, ob die Pfanne heiß genug ist (dann zischt es ordentlich!) und werfen Sie Ihre Filets in die Pfanne. Jetzt braten Sie das Fleisch solange auf einer Seite an, bis es sich leicht vom Pfannenboden lösen lässt, dann wenden und die andere Seite ebenso anbraten. Derweil salzen und pfeffern wir die angebratene Seite. Ist die zweite Seite angebraten, wende ich das gute Teil wieder, salze und pfeffere diese Seite auch und stelle die Temparatur herunter. Deckel drauf und je nach Fleischdicke ca. 3 bis 5 Minuten weiterbrutzeln. Dann gebe ich ein schönes Stückchen Butter auf das Fleisch und nehme die Pfanne vom Herd, um das Filet unter geschlossenem Deckel fünf Minuten ruhen zu lassen. Das ist das Allerwichtigste! Wenn das Fleisch nicht ruht, wird es zäh. Bei Berücksichtigung der hier beschriebenen Zubereitungsweise bekommen Sie ein schönes medium Steak auf die Reihe. Wer es blutiger mag oder lieber durch, verkürzt oder verlängert die Bratzeiten – hier können Sie ruhig ein bisschen experimentieren, denn beim Fleisch zählt die Erfahrung. Nur Mut: Das kriegt jeder hin!

Der Gatte bekam sein Filet mit einem schnell in Olivenöl angebratenen Gemüse aus Paprika, Frühlingszwiebeln und Rosmarin. Mehr Filetrezepte folgen!

Rosa Filet mit Paprika-Frühlingszwiebeln



Ein Kommentar zu “Steak”

  1. DerGatte sagte am 16.11.201018:33: (Kommentar-Link )

    Gut war’s!

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