Koch- & Food-Blog, abschweifendes

sacre e profane


Bolognese

Manchmal muss es eine Bolognese sein. So wie gestern, wo der Beste aller Ehemänner Appetit auf den Klassiker bekam und deshalb das Heft in die Hand nahm. Er kann nämlich eine ganz vorzügliche Bolognese-Sauce zubereiten und ist deshalb dafür zuständig. Wir halten uns dabei nicht an Originalrezepte (insofern ist das hier ein Sugo nach Bologneser Art), aber hinein gehören für 2-4 Personen 300 gemischtes Hackfleisch (dass Sie sich bitte ganz frisch beim Metzer durch den Fleischwolf jagen lassen!), 1 Stange Stangensellerie, 3-4 Zehen Knoblauch (gerne jungen, wenn es etwas weniger rass werden soll), 1 große rote oder Gemüsezwiebel, 1 Chili-Schote, 1-2 Zweiglein Rosmarin, 1 Prise edelsüßen Paprika, reichlich getrockneter Oregano, 1 Lorbeerblatt, 1 große Dose Tomatenmark, 1 mittlere Dose Tomaten, Pfeffer, Salz, Olivenöl und ein ordentlicher Schuss Rotwein.

Erstmal schnippeln Sie Knoblauch, Chili, Zwiebel und Stangensellerie klitzeklein.

Bolognese-Zutaten schnippeln

Bolo-Mise en Place: Jetzt haben wir alles beisammen!

Dann geht’s mit dem Anbraten los: Zuerst bitte den Knoblauch und die Chili-Schote in einem guten Schluck Olivenöl auf kleiner Temperatur langsam anbraten und mit Meersalz salzen. Dann geben Sie die Zwiebel hinzu, die jetzt ebenfalls in aller Ruhe mit dem Knoblauch-Chili-Gemisch angeschmurgelt wird, bis sie glasig ist. Dazu geben Sie das Lorbeerblatt, das hier mitbraten darf.

Anbraten: erstmal den Knoblauch und die Chili-Schote...

...Rote Zwiebel hinzugeben

Anbrat-Impressionen

Anschließend kommt das Hackfleisch in den Topf, das Sie bei gleichbleibend geringer Temperatur anbraten, wobei Sie es schön auseinander häckseln, denn wir wollen ja keinen Fleischbatzen, sondern feines Bolognese-Hackfleisch bekommen. Ist der Prozess soweit gediehen, dass Ihr Fleisch nicht mehr roh ausschaut, würzen Sie alles mit Rosmarin und Oregano, Paprika und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und geben dann die Selleriestückchen hinein. Umrühren!

Jetzt wird das Hackfleisch schön angebraten!

Ohne Fleiss keine Preis: So arbeiten Sie das Hackfleisch ein:

Würzen! und dann darf die fein geschnippelte Selleriestange hinein

Nun kommt das Tomatenmark hinzu, das gut mit der Fleisch-Sauce verrührt wird, dann hauen Sie die Dosentomaten (die Sie vorher mit einem Messer gleich in der Dose etwas zerstückelt haben) rein. Sie wissen es ja schon, aber ich sag’s hier nochmal: Dosentomaten sind in der Regel aromatischer, weil die Dinger reif in die Dose wandern. Frische Tomaten empfehlen sich nur, wenn Saison ist, und dann auch nicht immer. Zum guten Schluss schütten Sie ein kleines Gläschen Rotwein in die Sauce – ja, bitte genau den guten Tropfen, den Sie selber trinken!

Dosentomaten stückeln, dann in die Sauce geben

Unsere Bolognese-Sauce muss nun ein bisschen köcheln, damit sie so richtig gedeiht, was in unserem Falle ein bis eineinhalb Stunden dauert und ausgehalten werden muss, auch wenn wir schon grossen Hunger haben. Auf kleiner Flamme unter geschlossenem Deckel, ab und zu mal nachgucken und umrühren, falls das Ganze zu dickflüssig ist, ein bisschen Wasser oder Wein hinzugeben. Abschmecken! Eventuell nachsalzen oder schärfen – ganz nach Ihrem Geschmack. Scharf sollte diese Sauce allerdings nicht schmecken, weswegen sie bei uns der Mann kocht.

Bolognese-Sauce köcheln und ab und zu umrühren

Probieren, ob sie fertig ist ... sieht ja schon gut aus

Ist die Bolo fertig (probieren, dann wissen Sie’s), lassen Sie sie noch die 10 Minuten weiterköcheln, die Sie für Ihre Spaghetti brauchen. Während die Nudeln kochen, reiben Sie sich eine schöne große Portion frischen Parmesan und decken den Tisch.

Beim Parmesan müssen Sie nicht das Sparen anfangen

Nehmen Sie eine ordentliche Kelle!

Es darf serviert werden!

Alla Tavola!



Ein Kommentar zu “Bolognese”

  1. DerGatte sagte am 11.01.201110:54: (Kommentar-Link )

    Nicht am Oregano sparen!

    Statt Hackfleisch zu verwenden kann man auch das Innere von Salsicce auspuhlen, gibt noch mal einen ganz besonderen Kick.

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