Koch- & Food-Blog, abschweifendes

sacre e profane


Captain ahoi!

Das hat nu wirklich nix mit Schlemmen & Schlürfen zu tun, aber ich lese gerade mit höchster Belustigung den SPON-Artikel über die beinahe Meuterei auf der – nein nicht die Bounty – Gorch Fock. Da scheint tatsächlich eine Landratte anzunehmen, dass es aufm Schiff mehr als einen Captain geben kann.

Tz, tz, tz… In frühster Jugend (und alter Heimat Hamburg) bin ich auf einem Piraten mitgesegelt, den mein bester Schulfreund sein eigen nannte. Da, und das musste sogar meine extrem energische Frau Mutter lernen, gab es nur einen Kommandeur, Freund Olaf, und zwei Fockaffen (die Mutter und ich). Die Mutter durfte nur einmal mit und parierte umgehend und anschließend gar vorbildlich. Nicht nur, dass der Captain, sobald wir auf dem Elbwasser kreuzten, zum schnelleren Du überschwenkte. Nein, er hatte das ganze Kommando und liess uns entsprechend herum, zumal das Wetter uns einen ordentlichen Wind bescherte, was Schlafmützigkeit umgehend bestraft. Der Captain hat nämlich die Verantwortung. Und unser Olaf bleute uns umgehend mit Verbalinjurien in allen Farben ein: Ein Segelboot (oder gar ein Segelschiff, wie überhaupt jedes Schiff, zefix) ist kein Kindergarten. Menschen mit Befindlichkeiten sollten lieber an Land bleiben (allerdings auch nicht auf hohe Berge steigen, wenn ich das als im Bayrischen Eingebürgerte mal so sagen darf).

Allerdings dürfte das Futter an Bord heutzutage wesentlich besser sein, als zu Schiffszwieback-Zeiten;-) Und das ist doch auch was.

Captain ahoi!



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