Koch- & Food-Blog, abschweifendes

sacre e profane


Januar-Blues

Der Januar ist ja gerade gestartet, aber er hängt uns schon zum Halse heraus, zumal da noch der Februar mit ähnlich begeisterndem Wetter lauert und (wenn wir wieder so richtig Glück haben) auch der März unter Umständen mit freundlichen Minusgraden dräut. Nun ja, werden Sie sich sagen, da muss jeder durch und wir hatten ja immerhin ein paar freie Tage in Venice, insofern stellen wir das Gejaule besser ab. Aber der Beste aller Ehemänner ist malade und das Essen schmeckt ihm nicht. Nicht mal das schöne Karottengemüse und das feine Löffelchen Kartoffelbrei, was ich ihm heute Mittag als Krankennahrung kredenzt hab. Dafür haute ich mir gleich die doppelte Portion rein, weil ich bei Kälte immer Hunger hab, was dem Vorhaben zur Kalorienreduzierung wie ein Betonklotz im Weg steht. Furchtbar, ehrlich!

Dann hatten wir da noch die Küchendiskussion. Diese ergibt sich stets an recht harmlosen Bemerkungen, wie „ich bräuchte mal ein gescheites Gewürzregal“, wobei schnell ein Wort das andere gibt, falls Sie das kennen, wissen Sie ja Bescheid. Fazit der morgendlichen Lagebesprechung: es gibt keine Gewürzregale, jedenfalls keines, dass sich in unsere Küche einfügen ließe und dabei locker die Mengen an verschiedenen Gewürzen aufnehmen kann, die ich so brauche. Der grossartige Gatte würde selbstverständlich eines selber bauen, aber es passt nirgendwo hin. Weswegen wir im Grunde eine neue Küche bräuchten. Was keinen Sinn macht, wenn wir nicht ewig im Palais wohnen bleiben wollen, sondern, wie regelmässige Absicht, ins Grüne ziehen. So haben wir die neue Küche erstmal wieder ad acta gelegt. Und die Gewürze muss ich andernwärtig verstauen. Das ist insofern problematisch, weil ich nie so ganz genau weiss, was ich da eigentlich für Schätze vorrätig habe.

Immerhin haben wir die sonstigen Lebensmittelvorräte gezählt und aufgefüllt. Wein und Wasser bestellt, Salat und Gemüse, Obst und Joghurt erworben. Es könnte also prinzipiell gekocht werden, was morgen Abend für einen lieben Gast dann auch getan wird, wobei zu hoffen ist, dass der Gatte bis dahin seinen guten Appetit wiederfindet, weil er mir sonst unheimlich wird und dann muss ich ihn zum Doktor schicken. Der hat aber diese Woche noch geschlossen.

Und noch ein krudes Video: Silvester in Venedig: die eine gute und OFFENE Bar, die wir gefunden haben, gefilmt mit meinem Vado, also nur ein paar verschwommene Impressiönchen



2 Kommentare zu “Januar-Blues”

  1. DerGatte sagte am 05.01.201119:09: (Kommentar-Link )

    Wir-brauchen-ein-neues-Gewürzregal-Diskussionen führen über Wir-brauchen-eine-neue-Küche-Diskussionen stets direkt zu Wir-brauchen-ein-neues-Land-Diskussionen…

  2. Anette Keiser sagte am 06.01.201113:40: (Kommentar-Link )

    Lass uns auswandern, aber wohin?

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