Tunfisch sizilianisch

Die Tuna-Woche geht in die zweite Runde. Heute sizilianischer Tunfisch an Fenchel-Zwiebel-Gemüse. Jau, das ist schick und geht flott. Zuerst biss ich wieder in den sauren Apfel und shoppte den edlen Fisch, heute aber nur eine kleinere Portion, da es sich schließlich um ein Testessen handelte. Wir nehmen also so um die 200 Gramm Tunfisch in bester Qualität (den sie bei uns auf dem Viktualienmarkt auch nicht in jedem Fischladen führen – wir empfehlen Fisch Witte!). Dann brauchen wir noch einen schönen knackigen Fenchel und eine rote Zwiebel, für die ich am Gemüsestand des Vertrauens extra gewartet habe, weil Markus gerade mit Frischzeug anlandete, darunter neue rote Zwiebeln aus Kalabrien. Außerdem zwei, drei frische rote Chilischoten, eine unbehandelte Zitrone, 1 Bund glatte Petersilie, 2-4 Knoblauchzehen, viel Olivenöl sowie schwarzen Pfeffer und Meersalz.

Unsere Zutaten für den sizilianischen Tunfisch

Akt 1: Wir bereiten aus 2 Eßlöffeln Zitronensaft und 6-8 Eßlöffeln besten Olivenöls unter Zugabe einer ordentlichen Prise Salz und etwas frisch gemahlenem Pfeffer eine Marinade. Wenn Sie Zitronensaft und Öl verrührt haben, geben Sie die fein geschnittenen und entkernten Chilis, den ebenfalls klein geschnittenen (besser noch: durchgepressten) Knoblauch, Zesten von der Zitronenschale (abreiben mit einer Küchenreibe geht auch, Profis nehmen einen Zestenschäler) und die fein gehackte Petersilie hinein. Verrühren, den Tunfisch untertauchen, von allen Seiten benetzen, eine Folie über die Schüssel spannen und ab damit für zwei Stunden in den Kühlschrank.

Für die Marinade: Chilis und Knoblauch klein schnippeln
Zitronenzesten brauchen wir auch
Frische Petersilie hacken
Kurz den puren Tuna bewundern
Marinade zsamm rühren...
...und den Tuna darin einlegen und kalt stellen.

Akt 2: Nach zwei Stunden nehmen wir den Tunfisch aus der Kühle und stellen ihn irgendwo hin, wo er nicht stört. Weil wir jetzt unser Fenchelgemüse angreifen. Fenchel abspülen, das grobe Grünzeug abschneiden und das Gemüse in Scheiben schneiden. Wir – im heutigen Fall der Beste Gatte – nehmen dafür eine Multifunktionsreibe, die man auf verschiedene Stärken einstellen kann. Nicht zu feine Scheiben! Mit der gepellten roten Zwiebel verfahren wir genauso: in Scheiben schneiden und basta.

Kein Alien, keine moderne Kunst - nein, hier leuchtet ein Fenchel!
Neue Ernte: rote Zwiebel aus Kalabrien, preislich auf Augenhöhe mit dem Fisch

Akt 3: Jetzt kommt eine große schwere Pfanne auf den Herd, in welcher wir das Fenchel-Zwiebel-Gemüse in ein wenig Olivenöl anbraten. Es sollte ein bisserl anbräunen, aber noch schön bissfest bleiben. Pfeffern und salzen, 2-3 Eßlöffel von der Tunfischmarinade hinzugeben und mehrfach mit dem Holzlöffel umrühren bzw. in der Pfanne schwenken. Stimmt der Garpunkt (probieren!), stellen Sie die Pfanne an die Seite. Deckel drauf, damit das Gemüse nicht kalt wird, während wir uns kurz dem Tunfisch widmen.

Das Fenchel-Zwiebel-Gemüse ist flott gebraten.
Zart anbräunen, pfeffern und salzen, Marinade dazu geben, umrühren.

Akt 4: In einer weiteren Pfanne braten wir unseren marinierten Fisch heiß, aber kurz, von beiden Seiten an. Bevor wir das gute Stück in die Pfanne werfen, streifen wir die Petersilie ein bisschen ab. Der Fisch braucht pro Seite (wenn Sie es denn rosa-rot mögen) maximal 1,5 Minuten. Dann kann serviert werden. Die restliche Marinade stellen Sie auf den Tisch zum Drüberträufeln. Wir empfehlen frisches Baguette oder Ciabatta dazu, zum Aufsaugen der Marinade.

Tunfisch in die Pfanne hauen und ganz kurz braten...
...auf beiden Seiten versteht sich.

Akt 5: Essen fassen! (War übrigens ruckzuck weg..)

Delicious!

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