Koch- & Food-Blog, abschweifendes

sacre e profane


Wein

Wir sind die Woche mal wieder schwer beschäftigt und leider, leider nicht permanent am Herd. Deshalb heute ein, zwei Worte in puncto Wein, welchen wir gern trinken, wovon wir aber keinesfalls viel verstehen. Außer, dass uns der Tropfen schmecken muss. Und dass wir unseren eigenen Geschmack entwickelt haben, wobei der Beste Gatte sich mit den Franzosen schwer tut und wir aus diesem Grunde meistens Italiener und manchmal Spanier in die Gläser füllen. Die Überseefraktion ist nicht so unsere, allerdings haben die Neuseeländer (für das schöne Land habe ich mal gearbeitet und bin sozusagen patriotisch) mich mit ihren Weißweinen überzeugt, nur das Importieren über so weite Strecken finde ich schwierig.

Weine sind komplex. Ausbildung ist die halbe Miete. Wir bilden uns bei Captain Cork, der unserer Ansicht nach den besten Wein-Blog in Deutschland am Start hat und – was die Lektüre sehr erfreulich macht – eine saftige Schreibe mit Mut zur Kontroverse kombiniert. Wir verstehen inhaltlich nicht immer alles, aber wir arbeiten an uns.

Weine probieren und dabei dazulernen: Wer wie wir gleich zwei weinbegeisterte Gastronomen (Restaurant Kleinschmidtz, L’Assaggino) an der Seite hat, die uns mit spannenden Entdeckungen überraschen und immer wieder Neues probieren lassen, darf sich freuen. Freunden Sie sich also sofort mit einem Wirt an, der was von Wein versteht. Wahre Wein-Fanatiker finden sich manchmal sogar in kleinen Kaschemmen. Nur Mut, auch wenn Ihr Wein-Know-how (noch) nicht der Rede wert ist: Die Leute freuen sich, wenn Sie ihnen ein Loch in den Bauch fragen und ansprechende Tropfen anschließend flaschenweise ordern. Natürlich wird man Sie auch im Sterneschuppen hervorragend betreuen, Anfänger sind da aber leicht überfordert, insofern beknien Sie lieber erstmal den Italiener ums Eck, den Sie jeden zweiten Tag besuchen. Und verlassen Sie sich auf Ihre Zunge: Wenn Ihnen ein Wein nicht schmeckt, dann ist das in Ordnung. Auch wenn die Flasche 80 Euro kostet.

Ob rot oder weiß: Probieren!

Weine kaufen ist so eine Sache. Wenn Sie wissen, was Sie wollen, shoppen Sie ruhig im Internet. Dann tragen freundliche Menschen die Kisten direkt in die Wohnung. Was wir schätzen, weil wir uns ungern abschleppen. WERBEEINBLENDUNG: Unser Lieblingsversender ist zurzeit Televino, weil sie unsere Favoriten führen, sich auf Italien spezialisiert haben, ein prima Preis-/Leistungsverhältnis bieten und einen Super-Service. Schnell, unkompliziert und kommunikativ, so, wie das im Internet sein soll. Und noch nie hat man uns einen schlecht gelagerten oder schlampig transportierten Wein geschickt. Großes Lob also an Markus Landmann und seine Truppe.

Wer nicht weiß, was er will, geht nicht in den Supermarkt, sondern in eine Weinhandlung, probiert und lässt sich beraten. Gucken Sie sich ein paar Weinhändler an! Man muss ich sympathisch sein, finden wir.

Zuweilen trinken wir auch Champagner. Aber nur Bollinger, please!

Bolli, darling!



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