Koch- & Food-Blog, abschweifendes

sacre e profane


Kartoffelsalat? Jawoll!

EHEC und kein Ende. Politik unter aller Sau, auch außerhalb der Gemüsekrise nichts als Inkompetenz, Schmu und verantwortungsfreies Handeln – im fernen Berlin wie auf allen anderen Bühnen des zurzeit recht erbärmlichen Weltgeschehens. Dazu kommt uns das Wetter auch noch trist und grau daher, kurz und gut, kein Tag zum Frohlocken.

Aber ein kalorienintensiver Kartoffelsalat, wie ihn meine Oma aus Norddeutschland zu bereiten pflegte, hebt die Laune. Garantiert. Und der geht – mit kleinen Variationen von sacre e profane – so: Wir nehmen ein paar neue festkochende Kartoffeln, einen Bund Rucola, einen halben Bund Petersilie, zwei Schalotten, drei Cornichons, ein Wiener Würstchen, 1 großen Löffel frischen Fleischsalat vom Metzger des Vertrauens, 2 hart gekochte Eier, 6 Esslöffel Majonaise, 4 Esslöffel Joghurt (aber nicht den fettarmen!), drei/vier Teelöffel Dijonsenf, schwarzen Pfeffer, Olivenöl und Meersalz. Wichtig: Gut würzen (immer wieder abschmecken), die Kartoffeln brauchen das, sonst wird der Salat fad, sobald er gezogen hat.

Festkochende Kartoffeln, heute am Markt gekauft.

Unsere Kartoffelsalat-Zutaten: wichtig ist die Majo!

Die Kartoffeln waschen wir gründlich und kochen sie in der Schale. Die Eier ebenfalls kochen, so circa 8 Minuten lang, dann unter kaltem Wasser abschrecken. Schalotten, Cornichons und Wienerle schnippeln wir fein klein. Den Rucola und die Petersilie spülen wir ebenfalls gründlich ab, trocknen beide mit der Salatschleuder und wiegen sie fein.

Während die Kartoffeln kochen...

...schnippeln wir flink unsere eingelegten Cornichons, das Wienerle und die Schalotten.

Und wiegen Rucola und Petersilie fein.

Dann gehts an die Marinade. Hier gilt „mehr ist mehr“, also sparen Sie nicht an der Majonaise, das wäre am falschen Ende. Verrühren Sie die Majo, Joghurt, Fleischsalat und Senf mit einem Schuss Olivenöl und reichlich schwarzem Pfeffer aus der Mühle und sowie üppig Salz in einer geräumigen Schüssel. Dann geben Sie die klein geschnittenen Gürkchen, Schalotten und das Würschtel darunter.

Majo & Co.: bitte in die Vollen gehen. Kalorien sparen können Sie ein andern Mal.

Jetzt hauen wir die Gürkchen etc. in die Marinade.

Mittlerweile dürften die Kartoffeln gar sein, die wir abgiessen, pellen und zum Abkühlen auf einen großen Teller legen. Sind sie ein wenig kühler, in Scheiben schneiden und salzen.

Kartoffeln pellen: eine kleine Gabel als Halter reinpieken, dann geht das auch wenn die Dinger heiss sind.

Kartoffelscheiben salzen und auskühlen lassen.

Jetzt mischen wir unseren Rucola und die Petersilie unter die Marinade. Die Eier zerteilen wir mit einem Eierschneider oder per Hand in feine Scheiben und heben sie vorsichtig unter unsere Marinade. Zum guten Schluss geben wir die nun mehr lauwarmen Kartoffelscheiben hinzu, die wir ebenfalls behutsam unterheben.

Grünzeug unter die Marinade rühren.

Und nun noch die Eier unterheben.

Zum Schluss kommen die Kartoffeln in ihren Salat, gerne nochmal extra pfeffern.

Satt überlappend in jeder Beziehung: dieser Kartoffelsalat macht froh!

Kurz ziehen und dann schmecken lassen. Mit Wienerle, wie angerichtet, mit Fleischpflanzerln oder Schnitzeln. Schmeckt aber auch ohne Extraportion Fleisch gut.

Auf den Tisch damit. Der Beste Gatte bekam noch ein Wienerle dazu.



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