Neulich im Joe Penas

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Die Joe Peña’s Cantina y Bar in der Münchner Buttermelcher Straße 17 ist eine Institution mit Durchhaltevermögen. Bekanntlich öffnen neue Lokale rund um den Gärtnerplatz im Stundentakt, und ja, genauso schnell schließen sie wieder. Das JP gibt’s seit ewigen Zeiten, woher wir es noch kennen und gerne besucht haben, mit und ohne größere Meute, mal zur Cocktail-Stunde, mal zum ausführlichen Gelage. Soviel vorweg: gut trinken kann man hier noch immer!

Typisch Mex-Food: ohne Tortilla-Chips geht es nicht
Typisch Mex-Food: ohne Tortilla-Chips geht nix. Sie müssen sie ja nicht alle aufessen!

Nun will man vom Mexikaner am Eck keine kulinarischen Highlights erwarten, zumal das JP mittlerweile in 10 Städten vertreten ist und somit in die Kategorie „Kette“ gehört. Trotzdem: unser JP ist eine richtig schöne Location und gehört zumindest optisch in die erste Cantina-Liga. Wir besuchten das JP an einem Sonntag, wo wir uns bei bestem Wetter und großem Hunger an einem der kleinen (etwas beengt gestellten) Tische vor der Tür niederließen.

Die Cocktails sind Klasse!
Die Cocktails sind Klasse!

Eines vorweg: die Cocktails und der schnelle Service sind immer noch top, wobei letzterer ein klein wenig herzlicher ausfallen dürfte. Aber wir sind ja schließlich keine Stammgäste. Die tätowierten Buddys saßen mit ihren hochschwangeren Frauen am Nebentisch, zeigten sich lautstark ihre neusten Smartphone-Clips und taten insgesamt wie Männer von Welt, was aber nicht weiter störte. Alles coole Street-Atmo hier im Viertel;-)

Die Karte kommt im Gegenzug zu früher (wir waren schon lange nicht mehr da) reduzierter daher. Das tut ihr gut, denn Riesenauswahl macht keine Freude, wenn man nur einen schnellen Happen möchte. Wir bestellten trotzdem – wie immer – viel zuviel, weil wir die Mengen nicht im Gedächnis behalten können und hey, weil es beim Mexikaner nun mal dazugehört.

Guacamole wird wie gewohnt frisch am Tisch bereitet. Passt. Die in Cornflakes panierten und frittierten Puten (oder Huhn?)-Fleischstreifen kamen mit einem nicht uninteressanten, aber auch nicht spektakulären Dip auf den Tisch, die übliche Mega-Tonne Tortilla-Chips wurde uns nicht vorenthalten. Wer einen kleinen Hunger hat, ist damit satt.

Guacamole im JP: frisch am Tisch zubereitet und in Ordnung
Guacamole im JP: frisch am Tisch zubereitet und in Ordnung

 

Cornflakes-Panade sorgt für das Knuspergefühl
Cornflakes-Panade sorgt für das Knuspergefühl
Dip zu Fleischstreifen
Dip zu den Fleischstreifen

Wir hatten aber die größeren Platten im Auge, weil selbiges bekanntermaßen größer als der Magen ist, und bestellten einmal dreierlei Burritos (oder Tortillas, kann ich nicht nachprüfen, weil online nicht möglich;-) mit Gemüse, Huhn, Schwein und einmal Veggie-Burritos/Tortillas mit Spinat und Ricotta, mit allem Pipapo, was bedeutet: Bohnen, Maiskolben, Salat, Guacamole, Reis – die Beilagen variieren je nach Hauptgericht.

Im JP braucht niemand Hunger leiden
Im JP braucht niemand Hunger leiden: 3 verschiedenen Füllungen, wobei laut Meinung des Experten das Huhn am besten abschnitt
Reichlich
Reichlich: 3 Spinat-Burritos, Reis, Creme Fraiche, Alibi-Salat und der obligatorische Maiskolben, welchen wir natürlich noch extra haben mussten. Letzterer schmeckte eigentümlich, ein bisschen künstlich, was an der Lagerung liegen könnte???

Fazit: Not too bad. Reichlich auf dem Teller und durchaus würzig. Zügig serviert und preislich im Rahmen. Es ist Fast Food, und dafür ist es in Ordnung. Über ihre Website müssen die JPs aber nochmal nachdenken. Die Karte wird zwar brav abgebildet, aber die User Experience ist lausig. Wem es gelingt, die Karte dort aufzuklappen, wo die Gerichte abgebildet sind, der möge sich melden;-)

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