Koch- & Food-Blog, abschweifendes

sacre e profane


Fabulös: Pesto-Kartoffel-Püree mit Pinienkernen

Kartoffeln kochen können Sie ja wohl ;-)

Kartoffeln kochen quasi von selbst.

Kartoffeln kochen quasi von selbst.

Und ein Püree haben Sie bestimmt auch schon mal gemacht, oder – wie wir – auch mal öfter, einfach, weil es so gut schmeckt.

Püree braucht mehlige Kartoffeln.

Püree braucht mehlige Kartoffeln.

Weil wir so gerne experimentieren, haben wir es mit Pesto Genovese zubereitet. Das MÜSSEN Sie ausprobieren!

So geht’s: Sie brauchen für zwei Personen vier große mehlige Kartoffeln, etwas warme Milch, einen guten Stich Butter, zwei Eßlöffel Pesto (ja, nicht exakt die Jahreszeit dafür, aber am Markt gibt es in der Regel ein frisches, sonst nehmen Sie ein gutes Bio-Pesto aus dem Glas), drei, vier Schalotten, Meersalz, 6 Eßlöffel frisch geriebenen Parmesan, eine kleine Hand voll Pinienkerne und Olivenöl.

ein Basilikum-

Dieses Basilikum-Pesto ist selbstgemacht. Weil Basilikum jetzt keine Saison hat, dürfen Sie ausnahmsweise auch zum Glas greifen.

Kochen Sie die geschälten Kartoffeln gar. Derweil schneiden Sie die Schalotten in feine Ringe und dünsten sie langsam auf kleiner Temperatur in Olivenöl und ein wenig Butter an. Geben Sie eine Prise Salz hinzu und immer schön umrühren. Zwischendurch reiben Sie den Parmesan. Ein paar Minuten, bevor die Kartoffeln soweit sind, werfen Sie die Pinienkerne in die Pfanne zu den Zwiebeln und lassen sie zart anbräunen.

Nun geht’s hopp hopp: Kartoffeln abgießen, ein ordentliches Stückchen Butter, heiße Milch und einen Schuss gutes Olivenöl hinzugeben und mit dem Kartoffelstampfer in Handarbeit zu Püree stampfen (auf gar keinen Fall den Pürierstab oder andere Maschinen hernehmen!), Pesto und Parmesan untermengen, ein wenig salzen, abschmecken und anrichten. Zum guten Schluss geben Sie die gebratenen Schalotten und Pinienkerne darüber und servieren das Ganze mit einem Extratropfen Olivenöl.

püree mit pesto

5-Sterne-Püree mit Pesto, Pinienkernen & Schalotten

Seeeeehr lecker! Tipp: dieses Püree überzeugt alleinstehend, aber macht sich auch gut zu einem feinen Kurzgebratenen!

Old School – Good School: Makassar in München

Das Makassar ist eine Tradition. Ich erinnere mich gut an meinen allerersten Besuch. Der Blick auf eine fein gedeckte Tafel für eine größere Gesellschaft, auf der in der Mitte eine prächtige Schale voll bildschöner Zitronen prangte. So ist es dort – wer den Zeitgeist sucht, möge bitte woanders speisen.

Wir haben es in der vergangenen Woche wieder einmal besucht – und jeder „Eingeweihte“, dem wir davon berichteten, hauchte entzückt: „Ah, das Makassar, ich liebe es...“

Makassar von innen - ein Besuch in den Kolonien

Makassar von innen – ein Besuch in den Kolonien

Das Restaurant in der Dreimühlenstraße 25 im Münchner Schlachthofviertel wird im kommenden Jahr 20 – keine kleine Leistung in einer so flatterhaften Branche, die immer wieder Hypes & Trends unterliegt. Hier wird kreolisch gekocht – das Lokal ist nicht von ungefähr nach der Hauptstadt einer indonesischen Provinz benannt.

Gemütliche Beleuchtung - Blick in Richtung Bar

Gemütliche Beleuchtung – Blick in Richtung Bar

Gewürze, Aromen, typische Gerichte der Kolonialzeit sind das Erfolgsrezept von Roger Baranda, der schon Jacques Cousteau auf der Calypso mit seinen feinen Speisen verwöhnt hat. Afrikanisch, asiatisch, indonesisch – die Küche im Makassar ist inspiriert von Rezepten aus den ehemaligen französischen Kolonien und hat deshalb einen typisch französischen Touch.

Salat mit Palmherzen

Salat mit Palmherzen

Fischbällchen - ein Favorit!

Fischbällchen – ein Favorit!

Das Makassar hat aber (neben der ausgezeichneten Küche) noch ein anderes Geheimis: ein wirklich wundervoller (und niemals aufdringlicher) Service, ein warmes und einladendes Ambiente, eine tolle Bar – ein Ort, der eben keinen Hype mitmacht, sondern beständig Leistung auf hohem Niveau bietet. Hinzu kommt die zum Ambiente passende Musikauswahl: Charles Trenet & Co. würden so manchen anderen Franzosen ebenfalls akustisch aufwerten.

Saté-Hühnerspiesse kreolisch

Saté-Hühnerspiesse kreolisch

Geschmortes Rind...

Geschmortes Rind…

.... mit fruchtig scharfer Sauce

…. mit fruchtig scharfer Sauce

Wenn Sie also ein Plätzchen für einen wirklich schönen Abend zu zweit oder mit den engsten Freunden suchen: hier sind Sie an der richtigen Adresse. Da das Makassar französisch kocht, dürfen Sie sich hier auch französische Klassiker wie Tatare oder Rinderfilet in Trüffelsauce mit Kartoffel-Gratin freuen.

Die Dessert-Karte kommt natürlich ebenfalls kreolisch daher, zum Beispiel Flug-Mangos mit Mascarpone-Crême oder Kokos-Sorbet mit Chili-Schokolade – wir haben diesmal keines mehr „hinein“ bekommen :-)

Die Weinkarte ist übrigens großartig, und auf die Empfehlungen des Service können Sie sich absolut verlassen.

Das Makassar macht den ganzen digitalen Kram nicht mit. Reservierungen NUR telefonisch, NICHT per Email.

Rufen Sie also an, um zu reservieren, und zwar frühzeitig. Und vergessen Sie das Bargeld nicht. Hier werden keine EC- & Kreditkarten angenommen. Das finden wir in Ordnung.

Kontakt:

MAKASSAR – Bar – Restaurant
Dreimühlenstr. 25, 80469 München
Tel 089/776959 – Fax 089/74665441

(K)ein Wildes Schwein mit französischen Möhren

Gerade keine Wildsau zur Hand? Da bereiten wir doch mal kurz ein gepimptes „Wild“ Schweinefilet, das mit Piment, Wacholder und Rosmarin geschmort wird und dem Kollegen aus dem Wald durchaus Konkurrenz macht, aber ganz fix auf dem Sonntagstisch ist. Dazu gibt’s kleine Möhrchen und Kartoffeln. Alles braucht in etwa gleich lang, was ein bisschen Einsatz fordert. Vorbereitung ist die halbe Miete – Mise en Place ist hierbei Pflicht.

Wir brauchen ein schönes Schweinefilet vom Metzger des Vertrauens, gerne Bio-Qualität. Zum Würzen nehmen wir vier bis fünf Pimentkügelchen und ebenso viele Wachholderbeeren, die wir fein mörsern. Ein großer Zweig Rosmarin wird ebenfalls fein gehackt. Außerdem brauchen wir eine feingewiegte Schalotte, eine feingehackte Knoblauchzehe, ein paar Egerlinge in Scheiben, Rauchsalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer. Für die Sauce nehmen wir einen Schuss Noilly Prat, einen Becher Sahne und ein, zwei Eßlöffel Crème Fraîche.

Unser Schweinefilet - gut pariert macht es dem Genießer besonders viel Freude

Unser Schweinefilet – gut pariert macht es dem Genießer besonders viel Freude.

Piment Wacholder Mischung gemörsert

Piment Wacholder Mischung gemörsert

Mise en Place: Pilze, Schalotten, Knoblauch vorbereiten

Mise en Place: Pilze, Schalotten, Knoblauch vorbereiten

Dazu servieren wir französische Möhrchen, die klein und sehr geschmackig sind. Diese schmoren wir in etwas Olivenöl und ein wenig Rosmarin an, salzen behutsam, gießen dann einen Schuss Wasser hinzu und lassen das Gemüse auf ganz kleiner Flamme unter dem Deckel bissfest garen (das Wasser sollte komplett verdampfen!), während wir unser Fleisch braten.

Franzöische Mini-Möhren - sehen gut aus, schmecken auch gut

Französische Mini-Möhren – sehen gut aus, schmecken auch gut.

Unsere Möhren garen wir parallel zum Fleisch

Unsere Möhren garen wir parallel zum Fleisch.

Außerdem gibt es Grenaille-Kartöffelchen, die wir in der Schale servieren.

Das Schweinefilet wird zuerst sorgfältig pariert und dann in etwas Butterschmalz 1, 2 Minuten lang von allen Seiten scharf angebraten.

Schwein auf hoher Temperatur in Butterschmalz anbraten...

Schwein auf hoher Temperatur in Butterschmalz anbraten…

Dann würzen wir es mit der Piment-Wacholder-Mischung von allen Seiten, salzen es großzügig mit Rauchsalz, pfeffern es, geben einen ordentlichen Schuss Olivenöl hinzu und lassen das Ganze mitsamt der Schalotte, Knoblauch und Pilzen (ebenfalls mit Rauchsalz salzen) auf mittlerer Temperatur unter dem Deckel weitergaren.

und würzen.

… würzen …

Pilze, Schalotte, Knoblauch und Olivenöl hinzugeben...

..und auf mittlerer Temperatur weiterbrutzeln. Ab und zu mal wenden, gegebenenfalls einen Schuss Wasser hinzugeben, nicht anbrennen lassen!

Das Filet braucht maximal 20 Minuten! Währenddessen garen die Möhren und die Kartoffeln fertig, die Sie dann mit geschlossenem Deckel beiseite stellen.

Ist das Filet soweit, muss es fix gehen: Nehmen Sie das Fleisch aus der Pfanne und lassen Sie es unter Alufolie kurz ruhen, während Sie die Sauce zelebrieren.

Lassen Sie das Schwein ein paar Minuten in Ruhe.

Lassen Sie das Schwein ein paar Minuten in Ruhe.

Temperatur hochdrehen und den Bratenfond mit einem großen Schuss Noilly Prat ablöschen, kurz einkochen lassen und dann

Bratenfond mit Noilly Prat ablöschen...

Bratenfond mit Noilly Prat ablöschen…

die Sahne einrühren, ebenfalls einkochen und zum Schluss die Crème Fraîche einarbeiten. Alles kurz einkochen, bis die Sauce sämig wird – das geht schnell!

Sahne einrühren und einkochen..

Sahne einrühren und einkochen..

und Crème Fraîche unterrühren.

und Crème Fraîche unterrühren. Abschmecken, bei Bedarf nachsalzen.

Pfanne vom Herd nehmen und das Schwein darin parken, während Sie Möhren und Kartoffeln anrichten.

So soll das aussehen!

So soll das aussehen!

Dann ein gutes Stück Filet mit Sauce dazugeben und servieren! Wild ;-)

Guten Appetit :-)

Guten Appetit :-)

 

 

Ladys Lunch: Pasta mit Gorgonzola und jungen Walnüssen

Manche Kochideen ergeben sich ganz von selbst – ein Spaziergang über den Viktualienmarkt und da lagen sie: die jungen Schäl-Walnüsse, die man mit der Hand öffnen kann, weil sie noch eine ganz weiche Schale haben. Das Gericht stand sofort fest: Spaghetti mit Gorgonzola und den besagten Walnüssen (die in unserem Fall auch noch aus Bayern stammten und deshalb keine weite Reise hinter sich hatten) – eine wunderbare Kombination, die ruckzuck auf dem Tisch ist und bei kühlem Wetter froh und heiter stimmt.

Unsere Zutaten: junge Walnüsse und Gorgonzola mit ein bisschen Parmesan

Unsere Zutaten: junge Walnüsse und Gorgonzola mit ein bisschen Parmesan

Da der beste Gatte Gorgonzola & seine Blauschimmel-Kollegen scheut, wie der Teufel das Weihwasser, gibt’s eben einen Ladys Lunch, denn diese Pasta schmeckt auch ohne Gesellschaft.

Sie nehmen für eine Person zwei bis drei Walnüsse, die Sie schälen und die Kerne herauslösen. Die zarten Häutchen entfernen und die Nüsse grob hacken.

Walnüsse geschält und enthäutet

Walnüsse geschält und enthäutet

Für die Gorgonzola-Sauce brauchen wir ein wenig Butter, einen guten Schuß Sahne, ein ordentliches Stück Gorgonzola, vier Eßlöffel Parmesan, reichlich schwarzen Pfeffer frisch aus der Mühle (Kubeben-Pfeffer ist schön aromatisch) und eine Prise Meersalz zum Abschmecken.

Gorgonzola in Sahne und Butter schmelzen lassen

Gorgonzola in Sahne und Butter schmelzen lassen

Während die Spaghetti al dente kochen (dauert bei unseren 8 Minuten), lassen Sie den Gorgonzola mit der Butter und der Sahne auf kleiner bis mittlerer Flamme in einer Pfanne schmelzen. Die Konsistenz sollte schön kremig, aber nicht zu fest werden – gegebenenfalls noch etwas Sahne dazugeben – hier brauchen Sie jetzt auch nicht mit dem Kalorien sparen anfangen.

So soll die Konsistenz unserer Sauce ausschauen

So soll die Konsistenz unserer Sauce ausschauen

Ein, zwei Minuten bevor die Nudeln gar sind, geben Sie die Walnüsse in die Pfanne und rühren Sie mitsamt dem frisch geriebenen Parmesan unter die Sauce, pfeffern diese gescheit und schmecken Sie nach Wunsch mit ein wenig Salz ab. Herdplatte/Flamme ausstellen. Dann die Pasta in die Pfanne geben, gerne nochmals pfeffern (die Käse-Sahne-Sauce verträgt das!), schnell mit der Gorgonzola-Sauce vermischen…

Pasta und Sauce zügig in der Pfanne mischen...

Pasta und Sauce zügig in der Pfanne mischen und pfeffern …

 

…und servieren! Schmeckt herrlich!

Tatata: unsere Gorgonzola-Pasta sieht gut aus und schmeckt gut!

Tatata: unsere Gorgonzola-Pasta sieht gut aus und schmeckt gut!

Vive la France! Besuchen Sie La Parare!

Der Sommer hat sich verabschiedet, und heute herbstelt es dann doch schon kräftig. Damit uns die immer kürzeren Tage nicht allzu sehr aufs Gemüt schlagen („brace yourself….“), blicken wir hier auf unsere wunderbaren September-Ferien an der Côte d’Azur zurück, die wir diesmal in den durchaus etwas höheren „Hügeln“ über Nizza verbrachten.

Wir hatten uns ein kleines Bed & Breakfast ausgeguckt – einen Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert, der in den Bergen über unserer Lieblingsstadt liegt. Das La Parare, geführt von der gebürtigen Schwedin Karin und dem französisch-niederländischen Sydney hat nur vier Zimmer, die mit viel Liebe und Stilgefühl eingerichtet sind (von der kleinen Bibliothek in allen Sprachen bis zur Regenwasser-Dusche). In den kleinen, aber sehr romantischen Pool (für alle, die schnell frieren: geheizt!) sind wir nach unseren täglichen Ausflügen ins Umland abends gerne noch mal abgetaucht.

La Parare: für Romantiker, die sich mal verwöhnen lassen möchten

La Parare: für Romantiker, die sich verwöhnen lassen möchten

Das La Parare liegt in Chateauneuf Villevieille – ein Örtchen, in dem absolut nichts los ist, und das ist prima, wenn Sie aus dem Trubel am Meer und in den touristischen Hochburgen von St. Paul bis Villefranche entfliehen wollen. Vor dem stillen Berg steht allerdings eine kurvenreiche Straße. Wir (die wir kein Auto besitzen und nur im Urlaub eines mieten) haben das aber gepackt, auch wenn der beste Gatte ganz schön am Kurven war ;-) Rechnen Sie mit 10 Minuten Bergfahrt im Tempo 30. Die Straße ist gut, aber schmal, und der eine oder andere sportliche Franzose kommt Ihnen da schon mal etwas flotter entgegen, wird Sie aber nicht bedrängen, sondern entspannt vorbeiziehen lassen.

Ein schönes altes Haus mit vielen liebevollen Ecken und Hinguckern

Ein schönes altes Haus mit vielen liebevollen Ecken und Hinguckern

Das La Parare ist mit dem Auto bei günstiger Verkehrslage eine gute halbe Stunde von Nizza entfernt. In der Rushhour kann das schon mal länger dauern, aber wir waren ja im Urlaub und hatten es nicht eilig.

Dafür kurvt man doch gern auf den Berg

Dafür kurvt man doch gern auf den Berg

Oben wartet neben dem von Karin und Sydney in 16 Jahren mit viel Eigeninitiative restaurierten Haus ein riesiger Garten. Hier kann sich jeder sein Plätzchen unter Olivenbäumen aussuchen, wenn sie/er nicht gemeinsam mit den anderen Gästen auf der Terrasse beim Wein sitzt (gibt’s auf La Parare in ausreichender Menge und allerbester Qualität) und das große und kleine Weltgeschehen diskutiert. Und genau das war ein besondere Highlight – wir haben ganz unterschiedliche Leute aus Schottland, England, Belgien und Deutschland kennengelernt. Allesamt nette, fröhliche und kluge Zeitgenossen, die unseren Aufenthalt bereichert haben. Die Hauptsprache auf La Parare ist (oder war zumindest während unseres Aufenthaltes) Englisch – viele Gäste kommen aus dem angelsächsischen Raum, Kenntnisse sind also von Vorteil, wenn Sie mitdiskutieren möchten.

Schöne alte Olivenbäume im Garten

Schöne alte Olivenbäume im wirklich großen Garten

Unsere Gastgeber – selbst äußerst kommunikative Menschen – haben mit ihrem Charme und unermüdlichen Einsatz für unser Wohlbefinden bei allen Gästen für gute Laune gesorgt. Die Hilfsbereitschaft beginnt auf La Parare schon mit einem ausführlichen Briefing zur Gegend und den Sehenswürdigkeiten, das Sydney jedem Gast in vollem Umfang angedeihen lässt, der mehr über die Region wissen möchte. Von der kleinen Landkarte für eine spezielle Tour bis zur Reservierung des empfohlenen Restaurants und dem Geheimtipp für einen besonders schönen Strand – nicht verzagen, Sydney fragen! Der Mann kennt seine Gegend aus dem Effeff und freut sich, wenn er seinen Gästen ans Herz legen darf, was sie auf keinen Fall versäumen dürfen.

Ruinen über La Parare - ein Ausflug, der sich gelohnt hat

Ruinen über La Parare – ein Ausflug, der sich gelohnt hat

Sie dürfen unbeaufsichtigt herumkraxeln. Wir empfehlen festes Schuhwerk, damit Sie die atemberaubende Aussicht genießen können ;-)

Sie dürfen unbeaufsichtigt herumkraxeln. Wir empfehlen festes Schuhwerk, damit Sie die atemberaubende Aussicht genießen können ;-)

La Paloma Beach - wenn Sie mal den Sonnenuntergang live verfolgen wollen, ist das laut Sydney "the place to go"

La Paloma Beach – wenn Sie mal den Sonnenuntergang live verfolgen wollen, ist das laut Sydney „the place to go“

Außerdem kann Sydney kochen.

Das Frühstück auf La Parare verdient einen kleinen Orden am Bande. Klar, dass hier jeden Morgen frische Früchte, knuspriges Müsli, feine Viennoise und selbstgebackene Kuchen aufgetischt werden. Gut, dass der Tee nicht aus Beuteln stammt, sondern frisch aufgegossen wird. Top, dass Extrawünsche nach Rührei, Käse oder Schinken prompt erfüllt werden. La Parare ist schließlich ein Luxus-B&B. Doch richtig beeindruckt hat uns die „Extralocke“: Jeden Tag kam Sydney mit einer anderen Kleinigkeit „um die Ecke“, die uns – sozusagen als Frühstücks-Dessert – serviert wurde: ein Teller frisch gebackene Waffeln, arme Ritter mit ganz viel Zimt, ein paar Mini-Krapfen – alle waren schon gespannt wie die Flitzebögen, was er als nächstes für uns zubereitet (Das Programm führt er aber nicht unendlich durch – nach vier Tagen wird wiederholt).

Gutes Frühstück....

Ein gutes Frühstück….

täglich mit neuen Sydney-Specials, die wir ruckzuck wegschnabuliert haben!

…. täglich mit neuen Sydney-Specials, die wir ruckzuck wegschnabuliert haben!

Ab und zu gibt’s auch einen Table d’hôte – das heißt: der B2B-Gastgeber bekocht seine Gäste ausführlich. Wir hatten das Glück und bekamen ein formidables Dinner serviert – Olivensüppchen (werden wir versuchen, nachzukochen), Rotbarbe und im Hauptgang einen dermaßen auf den Punkt bereiteten Kabeljau, der auch Kabeljau-Gegner (wie die sacre-e-profane-Chefin) zum Konvertiten macht. Unsere schöne und internationale Runde war vollzählig dabei – entsprechend heiter der Abend, an dem unsere Gastgeber natürlich mit am Tisch saßen und uns mit ihren vielen (sehr lustigen) Geschichten zum Land, ihren Nachbarn und ihren Gästen aus aller Welt unterhielten.

Fazit: Wenn Sie die Natur lieben und der Stille lauschen möchten, die auf den Hügeln über Nizza die Ohren rauschen lässt, sind Sie bei Karin und Sydney goldrichtig. Und wenn, wie bei uns, die Schotten am Ende eines langen Abends ihren Whiskey-Flachmann auspacken und den letzten Schluck mit Ihnen teilen, dann wissen Sie, dass unser schönes Europa im Grunde genommen ganz in Ordnung ist.

A VERY BIG THANK YOU, KARIN & SYDNEY!

Der Pool im La Parare - da wollen Sie auch gern baden gehen, oder?

Der Pool im La Parare – da würden Sie auch mal reinspringen, oder?

Gemüse Antipasti – hier kommt der Sommer!

Jetzt aber wirklich: ein paar Tage ungetrübtes Sommerwetter voraus! Da sind unsere Gemüse-Antipasti genau das richtige! Zumal gerade alles auf dem Wochenmarkt zu finden ist, was wir dafür brauchen. Für eine gute mediterrane Mischung für zwei Personen nehmen Sie eine mittelgroße Aubergine, eine schöne Zucchini, 6-7 Pimentos, 4-5 Mini-Paprika (gelb, rot, grün), eine Schalotte, 2 Knoblauchzehen, eine kleine Hand voll Pinienkerne, 1 Chilischote, Oregano, Pfeffer und Meersalz, zwei Teelöffel Tomatenmark (bio), gutes Olivenöl, einen kleinen Schuss alten Balsamico und etwas frisch geriebenen Parmesan.

Auberginen sind lecker. Wirklich! Aber nur, wenn sie schön durchgebraten werden.

Auberginen sind lecker. Wirklich! Aber nur, wenn sie schön durchgebraten werden.

Unsere Aubergine schneiden wir zuerst der Länge nach in dünnere Scheiben (ohne Stiel natürlich) und legen diese dann auf einem großen Teller aus. Bestreuen Sie die Scheiben mit reichlich Salz und lassen Sie sie dann 15-20 Minuten ziehen. Derweil waschen, putzen und schneiden Sie das andere Gemüse klein (bis auf die Pimentos, da nur die Stiele abschneiden).

Die Auberginenscheiben unter kaltem Wasser abspülen und ausdrücken.

Dann erhitzen wir bei mittel bis heißer Temperatur einen ordentlichen Schluck Olivenöl in einer großen Pfanne und werfen die Auberginenscheiben hinein. Kurz von beiden Seiten anbräunen und dann das andere Gemüse untermischen. Braten Sie nun das Gemüse auf mittlerer Temperatur unter ständigem Wenden gut durch. Würzen Sie das Ganze nach 5 Minuten mit einer Prise Meersalz und etwas schwarzem Pfeffer und geben Sie reichlich getrockneten Oregano hinzu. Nach weiteren 5 Minuten geben Sie die Pinienkerne in die Pfanne und rösten diese kurz an. Dann kommt das Tomatenmark hinein, dass Sie schön mit dem Gemüse verrühren. Nun nochmal einen großzügigen (!) Schuss Olivenöl untermengen und die Temperatur auf klein herunterdrehen. Nach weiteren 5 Minuten einen guten Schuss Balsamico unterrühren, ziehen lassen und den Parmesan dazu geben.

Antipasti Pfanne

Unsere Antipasti in der Pfanne braten…

Lassen Sie die Antipasti so lange in der Pfanne ziehen, bis sie wirklich weich sind.

Pfanne 2

… bis sie so auschauen.

Dann darf serviert werden! Mit einem Stückchen Brot – mehr braucht es nicht. Unsere Antipasti schmecken am besten lauwarm oder bei Zimmertemperatur und ganz besonders gut, wenn sie über Nacht im Kühlschrank durchziehen.

Diese Antipasti schmecken! Einfach mal ausprobieren :-)

Diese Antipasti schmecken! Einfach mal ausprobieren :-)

Sommer, Sonne, Tabbouleh

Perfekt für einen richtig heißen Tag: Tabbouleh kommt aus dem Libanon und ist mit vielen Kräutern und gutem Olivenöl genau das richtige für Sommertage! Wir nehmen für 3-4 Portionen 100 Gramm feinen oder mittelfeinen Bulgurweizen aus dem Biomarkt, frisch gepressten Zitronensaft (halbe bis dreiviertel Zitrone), vier Frühlingszwiebeln samt Grün, je eine Hand voll frische Minze und Petersilie, einen guten Schuß sehr gutes Olivenöl (so um die 3-4 Eßlöffel), ein wenig Meersalz und etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer. Serviert wird das Tabbouleh mit Tomaten (Romanelli, Dattelinos, Costoluto) und/oder Romanasalat. Tipp: Das Gericht braucht ein ausgezeichnetes Öl und reichlich frische Kräuter, damit es richtig fein und authentisch schmeckt.

Die Zutaten für ein Tabbouleh - Minze und Petersilie wächst auf unserem Balkon

Die Zutaten für ein Tabbouleh – Minze und Petersilie wachsen auf unserem Balkon

Zuerst pressen wir unsere Zitrone aus und bereiten wir den Bulgur vor, was quasi wie von selbst geht: Getreide abwiegen und in einer hitzebeständigen Schüssel mit einem halben Liter kochenden Wasser aufgießen. Die Hälfte des Zitronensafts dazugeben, umrühren und circa 20 Minuten quellen lassen.

Bulgurweizen mit kochendem Wasser übergießen und mit Zitronensaft verrühren

Bulgurweizen mit kochendem Wasser übergießen und mit Zitronensaft verrühren

In der Zwischenzeit waschen wir unsere Kräuter und die Frühlingszwiebel, die wir grob hacken und dann mit dem Pürierstab zu einem feinen Pesto verarbeiten. Olivenöl zum Püree geben und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Gut umrühren.

Gewaschene Kräuter werden püriert

Gewaschene Kräuter werden püriert…

.. und zwar mitsamt den Frühlingszwiebeln

… und zwar mitsamt den Frühlingszwiebeln

... bis ein feines Pesto entsteht

… bis ein feines Pesto entsteht

Dann geben wir den Bulgur in ein feines Sieb und drücken ihn mit dem Löffel leicht aus. Dann kommt der Bulgurweizen wieder in unsere Schüssel. Nun rühren wir den restlichen Zitronensaft unter.

Bulgur nach 20 Minuten in einem Sien abtropfen lassen, ausdrücken

Bulgur nach 20 Minuten in einem Sieb abtropfen lassen, ausdrücken

... und zurück in die Schüssel geben

… und zurück in die Schüssel geben

Zum Schluß kommt das Kräuterpüree hinzu: Unser Tabbouleh sollte nach dem Einarbeiten der Kräutermischung schön grün sein, so dass jedes Körnchen umhüllt ist. Schmecken Sie das Endresultat ab und geben Sie nach Geschmack und Bedarf noch eine Prise Salz oder etwas Olivenöl hinzu.

Die Kräuter/Frühlingszwiebel-Paste gut in den Bulgur einarbeiten, abschmecken und ein paar Minuten ziehen lassen

Die Kräuter/Frühlingszwiebel-Paste gut in den Bulgur einarbeiten, abschmecken und ein paar Minuten ziehen lassen

Lassen Sie das Tabbouleh kurz durchziehen und servieren Sie es dann mit frisch aufgeschnittenen Tomaten oder Salatblättern. Tabbouleh schmeckt schön erfrischend, ist ganz leicht und passt natürlich auch zu gegrilltem Fisch oder kurzgebratenem Lamm. Wir finden aber: dieses Gericht überzeugt auch ohne Beilagen, weil es ein wunderbares Aroma hat.

Wir servieren unser Tabbouleh mit Tomaten und ein bisserl frischer Chili

Wir servieren unser Tabbouleh mit Tomaten und ein bisserl frischer Chili