Koch- & Food-Blog, abschweifendes

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Minestrone mit Bohnen, Fenchel, Zucchini und Paprika

Wenn das Wetter hin- und herschwankt, kann man immer eine gute Suppe vertragen. Unsere sommerliche Minestrone schmeckt an kühlen wie an heißen Tagen und ist angenehm leicht. Wir brauchen eine bunte Mischung Saisongemüse: zum Beispiel zwei Zucchini, einen kleinen Fenchel, eine rote Spitzpaprika, eine Möhre, eine gute Hand voll grüner Bohnen, zwei, drei Hand voll dicke Bohnen (sie ergeben gepuhlt dann eine Hand voll),  drei Frühlingszwiebeln, zwei Knoblauchzehen, eine mittelgroße rote Zwiebel, zwei Marzano-Tomaten, frischen Basilikum, Olivenöl, schwarzen Pfeffer, Meersalz, einen Teelöffel Piment la Vera Picante (macht die Suppe schön pikant, wer es mild möchte, verzichtet darauf), ein Gläslein Lugana und etwas frisch geriebenen Parmesan zum Drüberstreuen sowie 1,5 Liter heiße Gemüsebrühe. Sie können selber einen Gemüsefond kochen oder einfach eine gute Bio-Instantbrühe verwenden.

Frisches Gemüse für unsere Minestrone

Frisches Gemüse für unsere Minestrone

Waschen und putzen Sie das ganze Gemüse und schnippeln Sie es klein, je feiner, umso besser. Das Grün vom Fenchel fein hacken und separat parken. Die Gemüsebrühe sollte parallel köcheln oder – bei Instant – das Wasser schon mal heiß werden.

Gemüse waschen und putzen, ohne Fleiß keine Suppe ;-)

Gemüse waschen und putzen, ohne Fleiß keine Suppe ;-)

Ausgepuhlte Bohnen, geht fix.

Ausgepuhlte Bohnen, geht fix.

Ist das Gemüse vorbereitet, geht’s los.

Mise-en-Place

Mise-en-Place

 

Marzano-Tomaten

Marzano-Tomaten

Beginnen Sie mit den dicken Bohnen, die Sie in heißem Olivenöl ein paar Minuten auf mittlerer Temperatur angehen lassen. Dann geben Sie das restliche Gemüse bis auf die Tomaten hinzu und garen Sie es unter Rühren vier bis fünf Minuten an. Würzen Sie mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und einer guten Prise Meersalz. Geben ruhig noch einen Schluck Olivenöl hinzu – daran nicht sparen! Immer schön umrühren, damit nichts ansetzt!

Erst die Bohnen angehen lassen..

Erst die Bohnen angehen lassen..

Dann das andere Gemüse hinzugeben und ebenfalls angaren.

Dann das andere Gemüse hinzugeben und ebenfalls angaren.

Nun mit dem Wein ablöschen, kurz aufkochen und dann die heiße Brühe und die Tomaten hinzugeben. Umrühren und dann ein Stündlein auf Niedrigtemperatur ohne Deckel sanft köcheln lassen. Nach der Halbzeit das Piment und das fein geschnittene Fenchel-Grün untermischen. Abschmecken und eventuell nachsalzen.

Unser Lugana zum Ablöschen. Ein anderer guter Weißer tut den Job auch.

Unser Lugana zum Ablöschen. Ein anderer guter Weißer tut den Job auch.

Da köchelt die Minestrone vor sich hin :-)

Da köchelt die Minestrone vor sich hin :-)

Kurz vor Schluss (prüfen Sie, ob die dicken Bohnen weich sind!), werfen Sie ein paar Basilikumblätter in die Suppe und lassen diese zwei Minuten mitziehen.

Finish mit frischem Basilikum

Finish mit frischem Basilikum

Dann darf serviert werden: geben Sie ein bisschen Parmesan darüber!

Buon Appetito!

Buon Appetito!

 

Erdbeer-Chutney mit Ingwer, Koriander, Kreuzkümmel und Co.

Erdbeerzeit :-) Nichts gegen Marmelade, Konfitüre, Eis oder Erdbeertorte – aber auch pikant macht die Erdbeere eine gute Figur. Weswegen wir ein Erdbeer-Chutney zubereiten, was gar nicht so schwierig ist. Wir nehmen: ein Pfund schöne Erdbeeren aus der Region (Menge in geputztem Zustand), eine große rote Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, ein Stückchen frischen Ingwer (ca. 2 cm), 50 ml guten Rotweinessig, 75 gr braunen Zucker, eine rote Chilischote und folgende Gewürze: 2 Teelöffel Kreuzkümmelsaat, 1 Teelöffel Senfkörner (wir nahmen helle), 1 Teelöffel rosa Pfefferbeeren und 1 Teelöffel Koriandersaat. Die Prozedur ist denkbar einfach, das Resultat überzeugend: kräftig, fruchtig, würzig! Damit schinden Sie Eindruck beim nächsten Grillfest!

Erdbeeren!

Erdbeeren!

Waschen Sie die Erdbeeren und putzen Sie diese. Große Früchte halbieren, kleine ganz lassen.

Erdbeeren putzen, aber nicht zu klein schneiden

Erdbeeren putzen, aber nicht zu klein schneiden

Pellen und schneiden Sie die Zwiebel und den Knoblauch, ersteres grob, letzteres feiner. Auch den Ingwer schälen und fein hacken. Die Chilischote (ausnahmsweise) entkernen und in feine Streifen schneiden.

Chutney-Zutaten

Chutney-Zutaten

Alles grob und feiner schnetzeln. Chilikerne entfernen!

Alles grob und feiner schnetzeln. Chilikerne entfernen!

Den Zucker und den Rotweinessig abmessen und bereitstellen.

Brauner Zucker für das Chutney

Brauner Zucker für das Chutney

Selbiges machen Sie mit den Gewürzen.

Gewürz Mise-en-Place - sieht schön aus, ist übersichtlich

Gewürz Mise-en-Place – sieht schön aus, ist übersichtlich

Dann alles zusammen in eine große Pfanne oder – wie wir – in einen Wok geben und aufkochen lassen. Mit dem Holzlöffel umrühren.

Einfach alle Zutaten in eine Pfanne geben

Einfach alle Zutaten in eine Pfanne geben

Umrühren

Umrühren

 

Aufkochen lassen

Aufkochen lassen

Temperatur herunterdrehen und das Chutney eine Stunde lang simmern lassen (ohne Deckel). Ab und zu umrühren.

Das Chutney ist fertig und kann abgefüllt werden.

Das Chutney ist fertig und kann abgefüllt werden.

Die Menge reicht für ein großes oder zwei kleine Gläser. Einmachglas sterilisieren (mit kochendem Wasser auspülen reicht) und das fertige Chutney abfüllen. Deckel drauf, 5 Minuten auf den Kopf stellen. Dann umdrehen, auskühlen lassen und ab in den Kühlschrank. Das Erdbeer-Chutney hält dort ca. 3 Wochen.

Gläser auf den Kopf stellen, vakuumiert den Inhalt.

Gläser auf den Kopf stellen, vakuumiert den Inhalt.

 

Und was machen wir damit? Passt zu Käse und Gegrilltem (zum Beispiel Lamm)!

Servieren Sie das Chutney zur Käseauswahl

Servieren Sie das Chutney zur Käseauswahl

Pfifferling-Pasta mit Parma-Schinken, Sahne und Cognac

Jetzt gibt’s die wunderbarsten Pfifferlinge (oder Reherl, wie wir in Bayern sagen) auf dem Markt. Schlagen Sie zu und verabreichen Sie lieben Menschen eine richtig gute Pasta mit französischem Flair. Dazu nehmen Sie pro Person fürs Hauptgericht (als Vorspeise empfehlen wir Tomaten und Büffel-Mozzarella plus Parma-Schinken, um im Thema zu bleiben) um die 100 Gramm frische Tagliatelle, 100 Gramm schöne Reherl, eine größere Schalotte, einige Scheiben Parma- oder San Daniele-Schinken von unserer Marina oder dem italienischen Spezereien-Verkäufer Ihres Vertrauens, Olivenöl, Butter, Pfeffer und Meersalz, einen Schluck Cognac, einen dreiviertel Becher Sahne und einen halben Bund glatte Petersilie.

Da sind sie: die perfekten Reherl!

Da sind sie: die perfekten Reherl!

Waschen Sie die Pilze in kaltem Wasser, mit Pfifferlingen darf man das, aber nicht ewig im Wasser liegen lassen. Wenn Sie Glück haben, müssen Sie gar nicht putzen, einfach abtropfen lassen.  Spülen Sie die Petersilie unter fließendem Wasser und hacken Sie diese grob.

Pfifferlinge mögen ordentlich Petersilie

Pfifferlinge mögen ordentlich Petersilie

Schälen und hacken Sie die Schalotte fein und braten Sie diese in Olivenöl und ein wenig guter Butter (Esslöffel!) auf kleiner Flamme glasig an. Drehen Sie dann die Temperatur hoch und geben Sie die Pilze in die Pfanne. Diese müssen gescheit angebraten werden, damit die Flüssigkeit verdampft. Dauert ein paar Minuten, zwischendrin umrühren, großzügig aus der Mühle mit schwarzem Pfeffer würzen und zum Schluß mit einer guten Prise Meersalz salzen.

Pfifferlinge gut anbraten, das Wasser soll verdampfen, sonst werden sie nicht knackig.

Pfifferlinge gut anbraten, das Wasser soll verdampfen, sonst werden sie nicht knackig.

Nun kommt der Cognac zum Zuge: Löschen Sie die Pilze mit einem Schnapsglas voll ab und lassen Sie die Flüssigkeit verdampfen. Nehmen Sie einen anständigen Tropfen – wir hatten noch einen schönen Exoten aus dem kalten Osten, die das auch können.

Mit Cognac ablöschen, aber nicht zu viel in den eigenen Hals schütten ;-)

Mit Cognac ablöschen, aber nicht zu viel in den eigenen Hals schütten ;-)

Parallel sollte Ihr Nudelwasser an den Start gehen, unsere Pasta brauchte 3 Minuten zum Garen – planen Sie entsprechend, damit Pilze und Pasta auch gleichzeitig fertig sind.

Nudeln können Sie ja kochen, oder? Wasser erst salzen, wenn es kocht. Sonst dauert's länger.

Nudeln können Sie ja kochen, oder? Wasser erst salzen, wenn es kocht. Sonst dauert’s länger.

Jetzt geben Sie die Sahne zu den Pilzen. Einkochen lassen, Temperatur auf klein herunterdrehen.

Die Sahne gut einkochen lassen

Die Sahne gut einkochen lassen

Dann die vorsichtig zerpflückten Parma-Scheiben zu den Pilzen geben und kurz mitköcheln lassen. Nun sollten Ihre Nudeln fertig sein.

Und nun den Schinken dazu geben

Und nun den Schinken dazu geben

Werfen Sie die gehackte Petersilie zu den Pilzen, rühren Sie das Ganze einmal um.

Jetzt noch die Petersilie

Jetzt noch die Petersilie

Finale: Pasta in die Pfanne geben und alles gut vermengen!

Pilze und Pasta in der Pfanne vermengen

Pilze und Pasta in der Pfanne vermengen

Servieren Sie die Pfifferlings-Pasta mit ein wenig frisch geriebenem Parmesan oder auch ohne – schmeckt beides!

Bon Appetit!

Bon Appetit!

Guten Appetit :-)

Und nochmal aus der Nähe :-)

Und nochmal aus der Nähe :-)

 

Curry & Eier & Brunnenkresse? Unbedingt!

Keine Zeit, aber essen wollen wir natürlich trotzdem etwas Gutes. Deshalb bereiten wir uns ein paar schnelle Spiegel- bzw. Rühreier, was Sie auch tun könnten. Würzen Sie die Eier einfach mal indisch. Curry (oder eine gute Prise Kurkuma, Kreuzkümmel und eine Spur Paprika) geben gewohnten “Wald- & Wiesen”-Eiern doch ein gewisses Etwas.

Brunnenkresse ist fein und verträgt sich gut mit Curry

Brunnenkresse ist fein und verträgt sich gut mit Curry

Wir braten dazu eine feingeschnittene Schalotte in Olivenöl an, und zwar auf kleiner Flamme ganz entspannt und sanft. Ist diese leicht gebräunt, würzen wir sie mit besagtem Currypulver (1 Teelöffel reicht) oder dem oben genannten Mix. Nun nochmal ein Minütchen weiterbraten, damit die Gewürze sich schön entfalten können. Dann drehen Sie die Temperatur hoch und hauen die Eier rein – je nach Façon gespiegelt oder gerührt – bei uns gibt’s nach Vorlieben beides.

Braten Sie die Eier in der Curry-Schalotte an

Braten Sie die Eier in der Curry-Schalotte an

Geben Sie ein Stückchen Butter hinzu und braten Sie die Eier nach Belieben. Würzen Sie die Eier mit ein wenig Meersalz und einer Umdrehung schwarzen Pfeffer. Nehmen Sie Kubebenpfeffer! Kurz vor dem Servieren geben Sie noch zwei fein geschnittene Tomaten in die Pfanne, garen diese kurz an und werfen ein paar Pinienkerne dazu, die Sie ebenfalls ganz kurz im Curry-Butter-Öl angehen lassen.

Einer will Spiegelei, der andere Rührei? Das geht in einer Pfanne!

Einer will Spiegelei, der andere Rührei? Das geht in einer Pfanne!

 

Pinienkerne kurz mit anbraten

Pinienkerne kurz mit anbraten

Dann fix auf den Teller damit und mit Brunnenkresse garnieren. Kleiner Lunch oder erweitertes Frühstück!

Curry-Ei - duftet fein, schmeckt toll.

Curry-Ei – duftet fein, schmeckt toll.

Auch gerührt ;-)

Auch gerührt ;-)

Vive le Roi! Der König ist wieder da! NEU: Le BerLu in München – Restaurantkritik

Unser liebes Kleinschmidtz ist bekanntlich Geschichte. Einer seiner besten Chefköche hat jetzt eigenes Lokal eröffnet und uns sofort überzeugt. Luis Delgado (wir haben ihn damals nicht ohne Grund den “König” getauft) bietet im Le BerLu (Website noch am werden!) in der Münchner Wittelsbacherstr. 16 (an der Isar, nähe Baldeplatz) eine wirklich feine französisch-mediterrane Küche zu vernünftigen Preisen. Das Le BerLu, gegründet von Luis und seinem Partner Bernard Le Port (laut Visitenkarte), hat das Zeug zu unserem neuen Lieblingsrestaurant zu werden! Wir freuen uns riesig, dass wir nun wieder eine Anlaufstelle für die besonderen Abende (und Lunch-Ausflüge!) gefunden haben :-)

Das Le BerLu ist ein Bistro/Restaurant – nicht prätentiös, aber durchaus auch eine gute Adresse für das Geschäftsessen mit netten Kunden, zumal man auch über Mittag geöffnet hat (MO-FR von 11.30 bis 14.30 Uhr). Am Abend ist von Montag bis Samstag ab 18.30 Uhr bis 24.00 Uhr geöffnet, die Küche hat bis 23.00 Uhr auf.  Sehr schön: Das Le BerLu hat einen kleinen Garten!

Wir haben ganz hervorragend gegessen und getrunken und freuen uns schon auf den nächsten Besuch. Gehen Sie unbedingt hin! Reservierungen unter Telefon 089 7474 7750 oder per E-Mail an restaurant@LeBerlu.de. Am Wochenende besser reservieren, bei unserem Besuch (Samstag) war alles ausgebucht.

Wir wünschen Luis und seiner freundlichen Truppe viel Erfolg und immer nette Gäste!

Schlichter Bistro-Stil mit goldenen Wänden - alles noch ganz neu renoviert

Schlichter Bistro-Stil mit goldenen Wänden – ganz neu renoviert

Impressionen

Amuse Gueule: kaltes Süppchen von der Wassermelone mit Dill und Ingwer – Dill & Melone ist eine Top-Kombi, die wir gleich für ein eigenes Rezept annektiert haben

Melonensüppchen mit Dill und Ingwer

Melonensüppchen mit Dill und Ingwer

Vorspeise des Gatten: Lamm Carpacchio an Salaten mit Camembert

Lamm Carpacchio mit Camenbert - schöne Kombi

Lamm Carpacchio mit Camembert – spannende Kombi

Vorspeise von Madame: Ziegenkäse “Mousse” (wir haben die Karte nicht fotografiert, das Gericht heißt etwas anders;-) mit Serrano-Chips, letztere eine Liga für sich und sehr schöner Kontrapunkt zur milden Mousse

Luftig leicht uns wunderhübsch diese Ziegenkäse-Variation! Die Serrano-Schinken-Chips waren einfach großartig!

Luftig leicht und wunderhübsch diese Ziegenkäse-Variation! Die Serrano-Schinken-Chips waren einfach großartig!

Hauptgericht des Gatten: Bouillabaisse von der Tageskarte

Geschmackige Bouillabaisse mit reichlich Fischvielfalt

Geschmackige Bouillabaisse mit reichlich Fischvielfalt

Hauptgericht von Madame: Tuna auf Lauch-Kartoffelpüree mit Pesto von der Tageskarte

Ein Traum! So gut wirklich zuletzt im Kleinschmidtz gegessen, wenn Luis am Herd stand!

Ein Traum! So gut wirklich zuletzt im Kleinschmidtz gegessen, wenn Luis am Herd stand!

Dessert des Gatten: Bergamotte Crème brûlée

An der Creme brulee erkennt man bekanntlich den Koch. Luis kann das.

Standard-Dessert Crème brûlée. Muss perfekt sein. Luis kann das.

Dessert von Madame: Espuma von Crema catalana und Kumquats

OK, das sieht jetzt nicht unbedingt künstlerisch wertvoll aus, aber die Kombi von Kumquat-Kompott mit dieser Espuma gehört zu den besten Desserts, die ich jemals genießen durfte.

OK, das sieht jetzt nicht unbedingt künstlerisch wertvoll aus, aber die Kombi von Kumquat-Kompott mit dieser Espuma gehört zu den besten Desserts, die ich jemals genießen durfte.

Fisch XXL auf Sizilien – kein Anglerlatein!

Wanderer kommst Du nach dem schönen Sizilien… Wir kamen und wir wurden erst einmal krank, was ja nach 24/7 Arbeit gerne mal passiert. Aber in unserem wunderbaren Agritourismo Villa Cefalà in Santa Flavia hat man sich bestens um uns gekümmert, wobei die Erkältung dann gleich viel schneller von dannen zog, als für gewöhnlich. Es war nämlich warm und der Süden hat ja bekanntlich seine besonderen Kräfte.

Der Kaffee schmeckt auch besser. Im Hintergrund ein paar Waffeln, die dem kranken Gatten zur Besserung verhalfen.

Der Kaffee schmeckt auch besser. Im Hintergrund ein paar Waffeln, die dem kranken Gatten zur Besserung verhalfen.

Kurzum: war nicht verkehrt, erst einmal die Füße still zu halten und den digitalen Detox zu infusieren. (Keine Bange: sie haben da ein voll funktionsfähiges WLAN am Start für alle, die die Finger nicht von Facebook & Co. lassen können, was Sie aber dringend mal machen sollten!)

Die Villa Cefalà - Agritourismo mit Slow Food

Die Villa Cefalà – Agritourismo mit Slow Food

Der Ort ist ruhig, Sie können ans Meer gehen oder zur kleinen Bahnstation Casteldaccia, wo stündlich ein Zug Richtung Palermo fährt, wo dann mehr los ist. Mieten Sie ein Auto: der Sizilianer ist motorisiert, weswegen er Fußwege außerhalb der Ortschaften gar nicht erst anlegt.

Das Gelände um die Villa ist wunderhübsch und weitläufig. Einen großen Pool hat es auch.

Bildschöne Anlage, kannste überall spazieren gehen

Bildschöne Anlage, kannste überall spazieren gehen

Unser Pool! Wir waren aber nicht drin, wegen Schnupfen.

Unser Pool! Wir waren aber nicht drin, wegen Schnupfen.

Schöne Insel, dieses Sizilien

Schöne Insel, dieses Sizilien

Kochen können sie. Und wie! Wir haben so großartig gegessen, wie selten in Italien, wobei Sizilien natürlich nicht Italien- eh, genau wie Venedig, etwas anderes, aber eben doch… Die Insel bietet jedenfalls alles, was das Herz begehrt – frisches Obst und Gemüse (Klasse Tomaten!), bestes Olivenöl, guten Wein und natürlich Fisch direkt aus dem Meer. Uns hat man einen 1,8 Kilo (es ist wahr!) Brocken abgeboten, den wir natürlich sofort bestellten, nachdem wir diesen im Halbdunkel des Restaurants der Villa beäugt hatten. Beilagen haben wir uns bis auf ein wenig gegrilltes Gemüse gespart und den Megafisch gemeinsam zermacht, wobei der buchstäbliche Löwenanteil vom besten Gatten vertilgt werden musste, da die Gattin vor der schieren Menge die Segel streichen musste.

Fisch. Dem war wenig hinzuzufügen.

Fisch. Dem war wenig hinzuzufügen.

Höchstens ein bisschen Gemüse. Haben wir liegen lassen müssen.

Höchstens ein bisschen Gemüse. Haben wir liegen lassen müssen.

Gut war der Fisch. Hätte auch für 6 gelangt. Anyway. Wir hatten ihn für uns alleine.

Sie haben den Fisch etwas sagen wir mal unorthodox zerlegt, aber dafür fast ohne Gräten

Sie haben den Fisch sagen wir mal etwas unorthodox zerlegt, aber dafür war er fast ohne Gräten.

Überhaupt lässt das Restaurant der Villa Cefalà (Slow Food!) keine Wünsche offen. Die Pasta und die Salate – wir haben uns durchprobiert – müssen wir dringend nachkochen. Typisch: Pistazien und Mandeln, die fast jedes Gericht bereichern. Beides bereits auf dem Viktualienmarkt erworben;-)

Pasta Trapani - legendär gut mit Tomaten, Knoblauch, Mandeln und Basilikum, das eine samtige Sauce ergibt...

Pasta Trapani – legendär gut mit Tomaten, Knoblauch, Mandeln und Basilikum, das eine samtige Sauce ergibt…

Reisen Sie nach Sizilien! Wir kommen wieder :-)

Siziilien ist das Land, wo die Zitronen blühen. Orangen und Mandarinen auch.

Siziilien ist das Land, wo die Zitronen blühen. Orangen und Mandarinen auch.

P.S.: Wir müssen noch berichten, dass unsere Behörden im Ausland top-performant sind. Der Gatte hatte nämlich seinen Ausweis daheim vergessen, weswegen wir dann das deutsche Konsulat in Palermo befragen mussten. Überraschung Nr. 1: Wir wurden zurückgerufen! (unerhört, noch nie erlebt hier im Lande). Überraschung Nr. 2: liebenswürdige und kompetente Beratung – nix mit “was fällt Ihnen denn ein, das kostet erstmal XXX Euro – au contraire. Alles war gut. Und die freundliche Nachbarin hat dann den Pass noch per Kurier geschickt. Merke: Unsere Konsulate kannst Du getrost konsultieren!

Bagheria: 15 Villen aus dem Barock, Villa Palagonia – die Villa der Monster – ist einen Extrablick wert.

Bagheria:  Die Villa Palagonia – die Villa der Monster – ist einen Extrablick wert.

Sizilien: Fenchelsalat mit Orangen und Oliven

Sizilien im April ist ganz wundervoll, besonders, weil es auch noch so gute Dinge zu kosten gibt. Ein einfacher Salat aus einer frischen Fenchelknolle, Orangen-Filets und ein paar milden schwarzen Oliven hat es uns angetan. Bereiten Sie ein Dressing aus weißem Balsamico, gutem Olivenöl, einer Prise Meersalz und einer Umdrehung schwarzen Pfeffer und geben Sie die fein geschnittenen Fenchelscheiben und Orangen-Filets darunter. Orangen-Filets: Orangenhaut rundum großzügig mit einem scharfen Messer herunterschneiden und dann die Filets aus den Segmenten trennen, nur das Fruchtfleisch! Die Oliven darüber streuen und genießen. Ein Gläslein Weißen dazu und wenn vorhanden eine Terrasse mit Blick:-)

Sizilianischer Fenchel-Orangen-Salat mit Oliven

Sizilianischer Fenchel-Orangen-Salat mit Oliven

 

Schöne Aussichten auf Sizilien

Schöne Aussichten auf Sizilien