Politisch korrekt

Da lese ich doch gerade, dass ZDF-WM-Moderatorin Müller-Hohenstein mit Bezug auf Miroslav Kloses Tor beim gestrigen Auftaktspiel gegen die Aussies von einem „inneren Reichsparteitag“ für den im Vorfeld umstrittenen Spieler sprach, und das im Öffentlich-Rechtlichen. Jetzt also übliche Erregung in den üblichen Medien. Stimme der Vernunft diesmal Stefan Niggemeier, der allerdings die Kakophonie der Empörten nicht übertönen kann, dafür bräuchte er schon ein paar von diesen Vuvuszela-Tuten, die einem in den nächsten Wochen auch hier den Nerv töten werden. Nun ist sacre e profane kein politischer Blog und will auch keiner sein, doch das politisch-korrekte Getue muss von jeder verfügbaren Stimme in die Schranken gewiesen werden. Die Blödmänner (und -frauen) werden immer mehr, es gibt sogar welche, die gar nicht wissen, was ein „Reichsparteitag“ überhaupt ist, aber im Web blökt man auch uninformiert gerne los.

Wer sich soweit von der Realität entfernt, dass er/sie ohne „Wir-müssen-uns-doch-alle-lieb-haben-Flauschdeckchen“ nicht existieren kann, tut mir aufrichtig leid und ist für andere eine Gefahr. Das Leben ist, ob Sie’s glauben, oder nicht – kein Kindergarten und wegen sprachlicher Ausrutscher die ganze „Respekt“-Phalanx ins Feld zu schicken (huch, wie militärisch), ist lächerlich. Nicht lächerlich dagegen: unsere Regierung hat sich in eine Sackgasse manövriert, und nu hoffen sie, dass wir aufgrund WM so abgelenkt sind, dass wir die katastrophale Wurschtelei nicht mitkriegen. Panem et Circenses eben! Nichts Neues also im W….

Die Feige kann nichts dafür, dass viele zu feige sind

Dagegen setzen wir gleich mal handfeste Kost, die der Gatte gestern Abend einforderte: Spaghetti Aglio Olio, Extension 3.5: 1-2 Schalotten, 1-2 Knoblauchzehen, 1 Peperoncino (Thai-Chili), eine Hand voll frischer Jalapenos (die grünen), eine Hand voll frischer Egerlinge in reichlich Olivenöl anbraten, während die Spaghetti (für 2 Personen mindestens 250 g) in Salzwasser kochen. Erhitzen Sie die Pfanne, wenn die Spaghetti im Wasser sind, dann ist alles ungefähr zur gleichen Zeit fertig (ca. 8-10 Minuten!). Würzen nicht vergessen: Reichlich Meersalz und eine Prise frisch gemahlener Pfeffer (schwarz) auf die angebrutzelte Mischung geben – das Ganze aber bitte nicht braun braten, sondern, sobald die Sache anzieht, Platte/Gas runterstellen auf kleinste Flamme.

Fertige Nudeln abgießen und in die Pfanne geben, alles einmal schnell durchmischen und rauf auf den Teller. Frisch geriebener Parmesan drauf! Ist scharf, beschweren sinnlos!

2 Kommentare auch kommentieren

  1. DerGatte sagt:

    Richtigstellung: Der Gatte hatte nun wirklich nicht allein eingefordert! It takes two to pasta!

  2. Ja, ja, ja, alles bekannt, aber es liest sich doch besser;-)

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