Toskana-Sehnsucht? Crostini di Fegatini!

„Iiihgitt, Leber!“, entsetzt sich der beste Gatte und auch so manch anderer, der dieser Innerei so gar nicht geneigt ist. Aber Leberwurst ist dann kein Problem ;-)

Unsere toskanisch inspirierten Crostini mit Hühnerleber schnabuliert der freundliche Angetraute schon. Wir zeigen die schnelle Variante. Kein Stress für die Küche und mundet auch bei 40 Grad im Schatten. Denn etwas Herzhaftes tut auch bei hohen Temperaturen gut.

Wir nehmen um die 150-200 Gramm frische Hühnerleber, um die 40 Gramm Parmaschinken (weil wir das ganz mager möchten), 1 Stückchen gute französische Butter, eine Schalotte, ein wenig Zitronensaft und ein wenig Olivenöl, frischen Salbei, eine gute Prise Meersalz und etwas schwarzen Pfeffer aus der Mühle.

Hühnerleber, Parmaschinken, Salbei: die wesentlichen Zutaten für unsere Crostini!

Zuerst spülen wir die Hühnerleber in einem Sieb unter fließend kalten Wasser gut ab und parieren diese, falls nötig. Beiseite stellen und abtropfen lassen.

Dann wiegen wir die Schalotte fein und schneiden den Parmaschinken in feine Streifen. Beides lassen wir in Olivenöl mit zwei, drei Salbeiblättchen auf mittlerer Flamme unter ständigem Wenden kurz angehen. Aufpassen: erst die Schalotte glasig dünsten. Den Schinken dann hinzugeben – der soll bitte weich bleiben!

Schalotte mit Parmaschinken kurz angaren.

Ist die Zwiebel glasig, drehen wir die Temperatur hoch und bräunen die Hühnerleber unter ständigem Wenden kräftig an, geben 2, 3 Eßlöffel Wasser hinzu und drehen die Temperatur wieder hoch. Nun mit Salz und etwas Pfeffer würzen und weiterschmurgeln, bis die Leber gar ist.

Hier brät schon die Hühnerleber! Salbei nicht vergessen und immer schön umrühren.

Dann – so die hohe Schule – muss die Leber durch ein feines Sieb gestrichen werden, was wir uns aber sparen und sie mit dem Pürierstab mit einem Spritzer Zitronensaft und einem guten Stich Butter zu einer schönen Farce verarbeiten. Wird etwas gröber als die Siebvariante, ist also kerniger. Tipp: bei unserer Version nicht an der Butter sparen, damit die Farce nicht zu trocken wird!

Unsere Leber wird mit Butter und Zitrone…
… mit dem Pürierstab zu einer Farce zermacht.
So sieht der Leberaufstrich aus, wenn er fertig ist.

Serviert werden unsere Crostini ganz klassisch mit geröstetem Brot – ein gutes Baguette oder noch besser Sauerteigbrot vom Vortag ist ideal – einfach kurz toasten! (Im Original werden die Brotscheiben im Backofen angeröstet, dann kommt die Leber darauf und wird nochmal kurz im Backofen erwärmt. Bei heißem Wetter lassen wir das bleiben und bestreichen das getoastete Brot mit der Leber einfach direkt – diese sollte aber nicht eiskalt sein. Falls Sie das Ganze vorbereiten: rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen!)

Gutes Brot ist bei unserern Crostini Pflicht!

Natürlich kommen auch kurz in Olivenöl frittierte Salbeiblättchen über die großzügig mit Leber-Farce bestrichenen Crostini.

Salbei knusprig frittieren.

Wir haben unsere Crostini lieben Gästen serviert, die auf Leberwurst stehen. Genau wie der beste Gatte, der umgehend nach einer zweiten Portion verlangte.

Crostini mit Hühnerleber: einfach mal ausprobieren!

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