Ein Haus in Frankreich…

Wir hatten zwar keine Farm in Afrika… aber für kurze Zeit ein Cottage in der Provence, im schönen Le Var, was waldig, bergig und ruhig in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur liegt und nach dem gleichnamigen Fluss Var benannt ist (der da aber nicht mehr zum Department gehört – die Frenchies halt).

Ein Haus im Var…

In Zeiten von Corona einen Urlaub wagen, klar, muss sein, wenn a.) die Sehnsucht sooo groß ist und b.) die Stadt so unangenehm.

Kurz vorweg: hat alles geklappt und fix getestet und für gut befunden, wurden wir nach Rückkehr auch gleich. Der Flug nach Nizza und retour war sehr viel angenehmer, als so manche Tour im hiesigen öffentlichen Verkehr. Und da ja überall nichts los ist, hatten wir auch ruckzuck das angemietete Autolein.

Bevor es in das kleine Dorf La Verdiere ging, haben wir Station in unserem Lieblings B&B Jardin Fragonard gemacht und die Lage gecheckt. Auch hier naturgemäß ruhiger, aber das Meer war noch da ;-)

Dann ging’s auf in die Höhen. Unser Ziel via Grasse und Draguignan nach La Verdiere, dauert auf der Landstraße so um die 3,5 Stunden, Päuschen inklusive.

Car im Var ;-)

Vor Ort erwartete uns ein Häuslein im Weingut und Sophia, die glückliche Besitzerin, die uns erst einmal zum Mittagessen in den Ort schickte, weil es in Frankreich nach 14 Uhr mit Lunch Sense ist. Da sind sie strikt. Wir haben uns in einem kleinen Lokal an der Dorfstraße gestärkt, schnell im gut bestückten Supermarkt eingekauft und dann das Haus geentert.

Sonne pur, kurzer Hand ein paar Strandtücher zum Extra-Sonnensegel umfunktioniert

Unser Cottage ließ nichts zu wünschen übrig: gut eingerichtete und bestückte Küche inklusive Spülmaschine) mit Wohnbereich und Kaminofen, 2 Schlafzimmer, modernes Bad mit Top-Dusche und sogar eine Waschmaschine – was brauchst du mehr? Ein Bügeleisen hat’s auch gehabt, aber im Urlaub wollen wir ja mal nicht übertreiben.

Moderne Küche in altem Steinhaus, perfekt!
Die Küchen-Chefin war zufrieden!

Und sonst? Ruhe, nichts, Bäume angucken, Vögel piepen hören und des Nachts die Milchstraße bewundern. Social Distancing in Vollendung. Offen gesagt: wir hatten es nötig.

Plätzchen für Sterngucker – brauchste kein Netflix :-)

Zwischendrin was Feines gekocht, gelesen und das eine oder andere Wort gewechselt. Gut war’s.

In Frankreich sind die Scampi größer (und deutlich günstiger) – wir haben sie mit Pastis gemacht.
Zwischendurch auf die Sonnenbank
Die Ravioli kommen am Stück: darfst du selbst zertrennen
Mit einer kleinen Tomaten-Sauce ist der Lunch geritzt :-)
Nebenbei ins Grüne blicken
Tee trinken und auf nichts warten, weil alles gut ist.

Das ist nun schon wieder zwei gute Wochen her und eigentlich wollten wir ja dort bleiben, weil es ein richtig guter Ort ist, um der Welt zu entkommen und trotzdem zu arbeiten (was dort dank guter Internetverbindung auch geht). Aber: das Bett war ein wenig zu kurz für den besten Gatten und wir hätten doch ein bisschen mehr Equipment runterfahren müssen.

DENNOCH:

Wir bereuen und wollen wieder dahin. Sofort! Wein, heul, schluchz! (Wer auch dahin will (was wir verstehen, aber ablehnen müssen, weil das UNSER PLATZ ist, kann Sophia via AirBnB kontaktieren, sie spricht auch Englisch.)

Und dann diese Tomaten!! Vive la France :-)

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