Herbstliche Antipasti

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Carpe Diem – der Winter kommt! Höchste Zeit, den herbstlichen Gemüsegarten nochmal so richtig zu „pflücken“. Und lassen Sie sich von der politischen Großwetterlage bloß nicht die Petersilie verhageln. Gehen Sie lieber mit uns in die Küche.

Wir bereiten herbstliche Antipasti mit Möhren, Kürbis und Rosenkohl. Das ist ein klein wenig aufwändig. Nehmen Sie sich Zeit, die Arbeit lohnt sich.

So soll das ausschauen, wenn es fertig ist – dann dürfen unsere Herbst-Antipasti bis zum Servieren in einer Pfanne geparkt werden.

Für vier Personen brauchen wir für eine Vorspeise zwei mittelgroße Sandmöhren, einen halben Hokkaido-Kürbis und acht Rosenköhlchen (mehr geht natürlich immer!).

Jedes Gemüse wird in einer separaten Pfanne zubereitet. Gewürze spielen dabei die Hauptrolle – soll ja schließlich nicht alles gleich schmecken. Legen Sie sich doch mal einen kleinen Vorrat an besonderen Gewürzen und Ölen zu – damit lässt sich wunderbar „spielen“. Muss ja nicht immer gleich die Riesenportion sein. Seien Sie ruhig kreativ und nehmen Sie Ihre eigenen Gewürzfavoriten. Aber nicht einfach „Kräuter der Provence“ von vor drei Jahren, Sie Schlingel! Erstens sind die wahrscheinlich schon jenseits des ursprünglichen Geschmacks und zweitens besagt die höhere Kochschule, dass wir uns für ein Kraut entscheiden sollten. Wir nahmen den schönen Rosmarin vom Balkon. Thymian, Majoran oder simples Bohnenkraut sind aber ebenfalls fein. Am besten natürlich frisch vom Markt!

Auftakt Mise en Place: Gemüse putzen. Möhren der Länge nach in je vier Streifen schneiden. Den Kürbis in acht ungefähr gleiche Spalten teilen.

Ein Hokkaido-Kürbis ist sowohl schön wie praktisch, weil er nicht geschält werden muss.

Die Möhren lassen wir in Sesamöl langsam braten, würzen sie mit einer Prise Pimentón de la Vera picante, einem geräucherten scharfen Paprikapulver, und ein wenig Spezialsalz mit Kaffee, Chili und ein klein wenig Zucker, das wir aus Südfrankreich mitgebracht haben. Kann man mit Meersalz, Rohrzucker und frisch gemahlenem Kaffee schnell selber zaubern. Wir garen die Sandmöhren dann behutsam auf kleiner Flamme mit einem Zweiglein Rosmarin und einer Chilischote weich und geben zum Schluss noch einen Teelöffel Waldhonig darüber.

Den Rosenkohl kochen wir 8-10 Minuten bissfest und schmurgeln ihn dann in gutem Olivenöl an. Wir würzen mit einer Prise Muskatblüte, ein wenig Meersalz und ein, zwei Umdrehungen Cubeben-Pfeffer. Dann darf der Rosenkohl ebenfalls noch etwas weich garen. Nicht am Olivenöl sparen!

Unser Rosenkohl hat zwar noch keinen Frost gehabt, ist aber schon sehr fein gewesen.
Nahansicht Rosenkohl & Kürbis – hier bereits „geparkt“ für späteres Servieren.

Die Kürbisspalten braten wir auch in Olivenöl an. Diese würzen wir mit geräuchertem Salz und Pul Biber und garen sie auf kleiner Flamme mit einem Zweig Rosmarin weich. Ab und zu wenden, damit sie von beiden Seiten schön anbraten. Kurz vor Schluss werfen wir noch eine kleine Hand voll Kürbiskerne in die Pfanne und lassen diese ein paar Minuten knusprig werden.

Kürbisspalten sanft weich garen

Dann kann im Prinzip serviert werden – oder auch später. Die Antipasti einfach kurz erwärmen. Geben Sie noch ein paar Tropfen gutes Kürbiskernöl auf die Kürbisspalten!

Herbst-Antipasti a la sacre-e-profane :-)

Unseren Gästen hat es so gut geschmeckt, dass sie trotz „drohendem“ Hauptgang eine zweite Portion verlangten (die wir nicht hatten… ). Machen Sie lieber gleich etwas mehr!

Noch ein Tipp: die Antipasti schmecken auch sehr fein mit Ziegenfrischkäse (falls Sie kein großartiges Dinner sondern nur ein kleines Mittagessen planen).

Ziegenfrischkäse passt wunderbar – ein paar Tropfen Pistazienöl geben eine fesche Note!

 

 

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