Restaurant-Kritik: Clubhaus in Tegernsee

JAHRE nicht mehr am Tegernsee gewesen, aber da jetzt motorisiert, haben wir tatsächlich einen Sonntagsausflug gemacht.

Kurz: Ja, der Tegernsee ist noch immer schön und an einem Tag mit weniger gutem Wetter nahezu ideal für einen Sprung vor die Tür!

Muss nicht sonnig sein, der Tegernsee ist auch Grau in Grau idyllisch

Was aber die echte Überraschung war: Das Clubhaus in Tegernsee ist unerwartet anders. Hier regiert die levantinische Küche – und das ist (zumindest für uns Stadtbewohner) im bayrischen Land doch eine kleine Sensation.

War es denn auch gut? Ottolenghi & Co. lassen grüßen. Wunderbar gewürzt, alles auf den Punkt gekocht, herzlich und flott auf den Tisch gebracht (Dank an Jacky!) in einem feinen, aber nicht überkanditelten Ambiente mit Blick aufs Wasser. Wir sind überzeugt und mussten (trotz grad sehr wenig Zeit) schnell einen Blog-Post schreiben, weil wir ja eher selten Topnoten vergeben!

Das (und mehr) gibt’s im Clubhaus:

Hauptgerichte vom Rind, Lamm, Huhn oder Veggie!

Wir wählten das Seeforellenfilet mit Spinatsalat, Dukkah-Nuss-Crunch & Olivenöl-Vinaigrette:

Eine wirklich schicke Forelle aus dem See!

und die Aubergine mit Harissa, Salzmandeln und Kräuterjus:

Auberginen sind bekanntlich tricky, aber nicht für Könner.

Zu allen Gerichten kann man sich Dips & Beilagen aussuchen – oben im Bild links Harissa, daneben eine syrische Aioli!

Bei den Beilagen haben wir natürlich auch zugegriffen: der Wilde Brokoli mit Joghurt, fermentierten Bohnen und Haselnüssen war der Knaller:

Brokoli muss (wie wir wissen) nicht immer mit Mandelbutter daherkommen. Diese Version ist unbedingt besser!

Auch die Dead Sea Kartoffeln mit Feta, Petersilie und Schalotten (obwohl ja eigentlich ein simples Gericht) waren so gut, dass wir das bei nächster Gelegenheit nachkochen:

Diese Kartöffelchen kupfern wir demnächst ab!

Brot haben wir (in dem Fall die Chefin) auch noch kommen lassen – und fast aufgefuttert!

Warm und duftend: Da hättet ihr auch nicht verzichtet, oder???

Bei all den feinen Dingen aus dem Nahen Osten war das Dessert Pflicht (allerdings nur eines, da mehr partout nicht „hineingepasst“ hätte):

Dessert im Clubhaus: Gegrillte Aprikosen mit frozen Tahini, Olivenöl und Rosmarin-Crumble: Bombe!

Im Clubhaus kann man auch Kleinigkeiten wie Mezze bekommen, muss also keineswegs das volle Programm absolvieren. Getränke wie Israel-Drinks und Weine aus Israel und dem Libanon passen zum Speisenangebot. Und ja, Kaffee kochen können sie auch :-) (ist ja nicht überall selbstverständlich).

Fazit: wir sagen Dankeschön für dieses kulinarische Erlebnis, empfehlen das Clubhaus herzlich weiter, wünschen uns, dass es so bleibt und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Tipp: Wir haben Glück mit einem freien Tisch auf der überdachten Terrasse gehabt (es gibt noch einen großen Bereich im Freien, der am Sonntag wetterbedingt nicht offen war), aber reservieren empfiehlt sich:

Clubhaus Bachmair Weissach – Telefon: 08022 278 393 – Email: hello@clubhaus-tegernsee.com

Hauptstraße 45-47 – 83684 Tegernsee